Schredder-Gate: Kern stellt Kurz ein Ultimatum

Christian Kern ärgert sich über die Behauptung von Sebastian Kurz, auch er habe Daten vernichten lassen und fordert Widerruf.
Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ) stellt Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ein Ultimatum. Kurz hatte das Verhalten seines Mitarbeiters rund um das Schreddern von fünf Festplatten als "Schlamperei" bezeichnet. Er verstehe die Kritik, so Kurz Donnerstagabend im "Talk im Hangar 7" von Servus TV. Es habe sich aber im Grunde um ein normales Prozedere im Zuge eines Regierungswechsels gehandelt. "Auch die Übergabe von Kern verlief so," hatte Kurz betont.

"Und Du weißt das"





CommentCreated with Sketch.93 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das will Christian Kern partout nicht auf sich sitzen lassen. "Damit unterstellst Du mir, ich oder meine Mitarbeiter hätten im Dezember 2017, ... , ebenfalls Festplatten des Bundeskanzleramtes geschreddert", schreibt Kern in einem Brief an Kurz. Die Behauptung sei unrichtig – "und Du weißt das", so Kern.

Klarstellung gefordert





"Ich fordere dich (sic), Sebastian, auf, Deine gestrigen Aussagen sehr rasch und in geeigneter Form richtig zu stellen", fordert Kern in dem auf Facebook veröffentlichten Brief. Dann folgt das Ultimatum: "Ich muss Dich ersuchen, diese Klarstellung bis kommenden Montag vorzunehmen", so Kern und schreibt auch noch vor, welche Punkte die Klarstellung beinhalten sollte.

Sollte Kurz einen Widerruf verweigern, stellt Kern dem ÖVP-Chef die Rute ins Fenster. "Sollte diese nicht erfolgen, müsste ich meine Anwälte um Prüfung bitten, ob hier gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss, um meinen guten Ruf zu wahren", lässt Kern mit "freundlichen Grüßen" ausrichten und zeichnet mit Magister.



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