Eigentlich wollte der 79-Jährige schon letztes Jahr abtreten, doch er wollte den Verband in der schwierigen Corona-Situation nicht im Stich lassen. Seit 1990 ist der Tiroler nun der mächtigste Mann im rot-weiß-roten Ski-Business.
Zwei Kandidaten bringen sich in Stellung, Schröcksnadel wünscht sich allerdings eine geordnete Übergabe ohne Wahl-Duell. Im Kurier sagt der Noch-Präsident: "Es sollte einen einstimmigen Kandidaten geben. Alles andere wäre für die Zukunft des Skiverbandes sehr schlecht und problematisch."
Zudem müsse der neue Präsident "unabhängig von politischen Einflüssen sein." Trotzdem wird es wohl zu einem Zweikampf kommen.
Die beiden Kandidaten sind Michael Walchhofer und Michael Huber. Der Ex-Abfahrts-Weltmeister ist aktuell schon einer von fünf Vizepräsidenten, zudem betreibt er ein Hotel in Zauchensee.
Kitzbühel-Boss Dr. Michael Huber ist Sportwissenschaftler und Präsident des Kitzbüheler-Skiclubs. Er ist aufgrund seiner Managerfähigkeiten und guten Kontakten zur Wirtschaft ebenso ein heißes Eisen.
Beide Kandidaten rittern um die Stimmen der Landesverbände. Walchhofer will Ex-Gesamt-Weltcupsieger Benni Raich in sein Team holen, Huber kämpft mit Ex-Abfahrer Patrick Ortlieb an seiner Seite.
Beim ÖSV laufen die Gespräche im Hintergrund auf Hochtouren. Am Freitag besprachen die Präsidenten der Landesverbände gemeinsam mit Schröcksnadel die Zukunft. Informationen gibt es von dieser Sitzung keine, bis zur offiziellen Wahlausschusssitzung im Mai müssen die Kandidaten feststehen.