Schröcksnadel plant Revolution bei Parallel-Bewerben

Peter Schröcksnadel will den Parallel-Bewerb revolutionieren.
Peter Schröcksnadel will den Parallel-Bewerb revolutionieren.Gepa
Peter Schröcksnadel führt bei der FIS eine Arbeitsgruppe an, die die Zukunft des Skisports festlegen soll. Für Parallel-Bewerbe hat er bereits Ideen. 

Am vergangenen Wochenende fanden in Lech mit den Bewerben bei Damen und Herren die einzigen Parallel-Weltcuprennen der laufenden Saison statt. Österreichs Skiverband durfte einen Doppel-Erfolg durch Christian Hirschbühl und Dominik Raschnerbejubeln. Aus der Schweiz und anderen Ländern kamen allerdings neuerlich kritische Stimmen. Der Bewerb sei schlichtweg nicht fair. 

Schröcksnadel kein großer Parallel-Fan

Argumente, die Ex-ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel so nicht gelten lassen möchte. Im Juni legte der 80-Jährige sein Amt als Ski-Boss nieder, übernahm in der Folge unter dem neu gewählten FIS-Präsidenten Johan Eliasch gemeinsam mit dem ehemaligen Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone die Zukunftsgruppe im Ski-Weltverband. 

Und hat bereits Ideen, wie der Parallelbewerb künftig ausgetragen werden soll. Schröcksnadel gestand gegenüber dem "Blick" zwar, "nicht der größte Fan" der Disziplin zu sein, hielt aber fest: "Trotzdem wollen wir auch in Zukunft pro Winter eine Weltcup-Kombination und ein Parallel-Rennen durchführen, damit wir bei den Olympischen Spielen diese Disziplinen-Plätze nicht verlieren." 

Maximalrückstand abschaffen?

Zuletzt kam der Maximalrückstand - in Lech war es eine halbe Sekunde - in die Kritik. Dieser wurde eingeführt, um auch bei einem großen Rückstand oder einem Ausfall für Spannung im zweiten Lauf zu sorgen. Oft ist dieser Maximalrückstand allerdings zu gering gewählt und wird zum Problem, wenn sich ein Kurs als schneller herausstellt. 

"Ich habe eine Idee, wie man diese Disziplin richtig fair machen kann. Künftig sollten die Laufzeiten einfach zusammengezählt werden", erklärte der ehemalige ÖSV-Boss. Heißt im Klartext: Wer beide Läufe schneller bewältigt, steigt auf. "Wenn ein Athlet im ersten Lauf ein Tor verpasst, kann er ja zurücksteigen und hoffen, dass seinem Widersacher im zweiten Lauf ein ähnliches Missgeschick passiert", so der Tiroler weiter. 

Schweizer Idee: Kommen Sprint-Abfahrten?

Der Schweizer Ski-Präsident Urs Lehmann, dem Schröcksnadel bei der FIS-Präsidentenwahl seine Stimme trotz vorangegangener Versprechen nicht gab, konnte den Ideen des Tirolers demnach nur wenig abgewinnen. "Der Parallel-Event eignet sich gut als Team-Event bei Großveranstaltungen wie dem Weltcupfinale, WM oder Olympia. Als Einzeldisziplin ist das Format untauglich", so der Schweizer Verbandspräsident. Gleichzeitig brachte Lehmann eine andere Idee ins Spiel: "Ich würde lieber eine Sprint-Abfahrt in zwei Durchgängen etablieren." 

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