Wintersport

Schröcksnadel rügt FIS-Boss: "Er überschätzt Ski-Sport"

Der Ski-Zirkus ist zum zweiten Mal in dieser Saison in Nordamerika unterwegs. Ex-ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel kritisiert FIS-Boss Johan Eliasch hart.

Erich Elsigan
Peter Schröcksnadel ist mit FIS-Boss Johan Eliasch nicht einer Meinung.
Peter Schröcksnadel ist mit FIS-Boss Johan Eliasch nicht einer Meinung.
GEPA

Ex-ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel half im Sommer 2021 mit, den ehemaligen HEAD-Chef Johan Eliasch zum neuen FIS-Boss zu machen. Eine Entscheidung, die der 81-Jährige im Nachhinein bereut.

Im Interview mit dem "Blick" sagt er: "Ich habe Eliasch damals meine Stimme gegeben, weil ich geglaubt habe, dass er als erfolgreicher Unternehmer neue, gewinnbringende Ideen in den Skisport einbringen würde. Aber nun muss ich leider konstatieren, dass er von diesem Geschäft überhaupt keine Ahnung hat."

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    ÖSV-Urgestein Schröcksnadel legt nach, kritisiert unter anderem die Entscheidung, zwei Mal pro Winter für wenige Rennen in die USA zu reisen: "Ich habe damals dem Vorschlag, nach der WM zum zweiten Mal in dieser Saison nach Nordamerika zu gehen, nur zugestimmt, weil Eliasch angekündigt hat, dass diese Rennen live im US-Fernsehen ausgestrahlt werden. Eine Live-Übertragung auf NBC wäre für den Skisport tatsächlich eine tolle Werbung gewesen." Problem: Der Plan wurde in dieser Form nicht in die Tat umgesetzt.

    "Eliasch überschätzt sich, aber auch den Skisport komplett. Das Interesse am Alpin-Rennsport ist arg beschränkt. In den USA sind Football, Baseball und Basketball unantastbar, da hat sich ja nicht einmal König Fussball richtig etabliert. In Asien ist es ähnlich. Infolge dessen sollten wir uns in erster Linie auf den Markt fokussieren, auf dem der Skisport die Massen bewegen kann. Und das ist nun einmal Europa."