Schüler (18) versorgte Jugendliche mit 14 Kilo Cannabis

Der 18-jährige Schüler verkaufte laut Polizei Cannabis, Ecstasy und Kokain an Jugendliche.
Der 18-jährige Schüler verkaufte laut Polizei Cannabis, Ecstasy und Kokain an Jugendliche.LPD OÖ
Ein 18-jähriger Schüler zog in Marchtrenk einen professionellen Drogenring auf. Nun konnte ihm die Polizei das Handwerk legen.

Er präsentierte sich stolz als "Drogenbaron" in einem Musikvideo und gab das verdiente Geld hauptsächlich für Luxusartikel wie Markenkleidung und Accessoires aus. Wie die Polizei am Donnerstag in einer Aussendung bekannt gab, verkaufte der Schüler (18) in und rund um Marchtrenk (Bez. Wels-Land) Drogen im großen Stil.

Die Ermittler konnten bei ihm eine Verkaufsmenge von insgesamt 14 Kilo Cannabiskraut, 75 Stück Ecstasy-Tabletten und 20 Gramm Kokain im Verkaufswert von 143.000 Euro sicherstellen. 

Seit Oktober ermittelt

Seit Oktober vergangenen Jahres war die Polizei einem professionell organisierten Drogenring aus dem Raum Marchtrenk auf den Fersen. An der Spitze dieser kriminellen Organisation stand laut Polizei jener 18-jährige Schüler aus Marchtrenk, der sich um die Beschaffung, die Lagerung und die Verteilung von Suchtmittel an insgesamt fünf Zwischenhändler kümmerte.

Hauptsächlich gedealt wurde mit Cannabiskraut. Diese Menge überstieg dabei die Grenzmenge um das 25-Fache, schreibt die Polizei in einer Aussendung. Auch Ecstasy, Kokain und psychotrope Stoffe wurden an die (mitunter auch minderjährigen) Abnehmer verkauft.

Der Ablauf der Geschäfte wurde von dem 18-Jährigen professionell organisiert. Das Suchtgift wurde mehrmals wöchentlich aus dem Raum Wels geholt und anschließend an die Zwischenhändler verteilt. Diese wiederum verkauften das Suchtgift an die Endabnehmer.

Doch damit ist jetzt Schluss. Aufgrund der intensiven Ermittlungen konnte neben dem Kopf der Organisation auch dessen Lieferant (24) aus Wels, fünf Zwischenhändler (17 - 21 Jahre alt) und 73 Suchtgiftabnehmer ausgeforscht werden.  

Insgesamt wurden 80 Personen nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Acht Beschuldigte wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft.

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