Schüler kämpfen gegen Abschiebung von Taufiq (17)

Mitschüler setzen sich für den Verbleib von Taufiq (17) ein.
Mitschüler setzen sich für den Verbleib von Taufiq (17) ein.Screenshot
"Abschiebung ist mein Todesurteil", befürchtet ein Schüler, dem die Rückführung nach Afghanistan droht.

Das Schicksal der 12-jährigen Tina und ihrer Schwester, die trotz Protests von Mitschülern und Politikern abgeschoben wurde, hat Österreich bewegt. Nun droht einem weiteren Schüler die Abschiebung. Der 17-Jährige Taufiq lebt im Flüchtlingsheim in Pottendorf und kam alleine nach Österreich. Derzeit besucht er die 2. Klasse einer Handelsschule. Ob er bleiben kann, ist unklar, ein erster Asylbescheid verlief negativ.

Mitschüler sammeln seit Freitag Unterschriften für ihren Freund. Über 2.000 Personen haben die Online-Petition "Helft Taufiq!" bereits signiert. "Wir sehen keinen Grund, wieso Taufiq abgeschoben werden sollte, seine Freund:innen können sich gar nicht vorstellen, einen so liebevollen und guten Menschen zu verlieren", heißt es dort. "Machen wir nicht denselben Fehler wie in Wien, überprüft diesen Fall diesmal dreimal", gehen die Organisatoren auf die Abschiebung der 12-jährigen Tina ein.

In Afghanistan droht der Tod

Taufiq klammert sich unterdessen an die Hoffnung, hier bleiben zu dürfen. Er ist überzeugt: "Wenn ich abgeschoben werde, ist das mein Todesurteil." Ob mit Hilfe der Petition ein Bleiberecht bewirkt werden kann, ist freilich unklar.

Laut Schülervertretung ist Taufiq 2017 aus Afghanistan geflüchtet. In der Türkei habe er sich von seiner Familie getrennt und ist alleine weiter nach Österreich geflüchtet. Seither lebt er in einer Flüchtlingsunterkunft in Pottendorf, in Afghanistan habe er keine Verwandten mehr. Einen ersten negativen Asylbescheid habe Taufiq bereits erhalten, nun warte er auf den endgültigen Bescheid.

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