Kritik an Öffi-Reform

Schüler-Tickets teurer – Familien zahlen drauf

Mit dem neuen Tarifsystem in Vorarlberg steigen die Preise für manche Schüler-Tickets deutlich. Grüne und SPÖ schlagen Alarm.
Österreich Heute
02.06.2026, 11:52
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Für viele Familien in Vorarlberg wird der Schulweg ihrer Kinder künftig teurer. Seit 1. Juni gilt im öffentlichen Verkehr ein neues Tarifsystem. Während manche Fahrten günstiger werden, müssen Nutzer auf anderen Strecken deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Besonders scharf kritisieren die Grünen die Verteuerung bei den Schüler-Tickets. Laut den Abgeordneten Daniel Zadra und Christina Bösch-Vetter steigt der Preis für das SchülerPlus-Ticket in der günstigsten Variante von bisher 43 Euro auf 68 Euro, das berichtet der ORF. Das SchülerPlus-Ticket für ganz Vorarlberg kostet künftig 119 Euro statt bisher 105 Euro.

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"Schwarz-Blau sollte die Familien, die ohnehin schon unter den enormen Preissteigerungen leiden, entlasten statt zusätzlich belasten", fordert der grüne Klubobmann Daniel Zadra laut ORF.

Auch die SPÖ sieht die neuen Tarife kritisch. Klubobmann Mario Leiter spricht von einer zusätzlichen Belastung für Familien. Die Auswirkungen seien im Vorfeld nicht ausreichend transparent kommuniziert worden.

Zudem stellt die SPÖ die verkehrspolitische Wirkung der Preisanpassungen infrage. Höhere Ticketpreise würden nicht dazu beitragen, mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn zu bringen. Besonders betroffen seien jene, die auf leistbare Mobilität angewiesen sind. Aus Sicht der SPÖ müssten die Tarife günstiger und attraktiver werden, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu fördern.

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Mit dem 1. Juni wurden die bisherigen 94 Domino-Zonen abgeschafft. Stattdessen gibt es nun nur noch drei Tarifbereiche: Lokal, Regio und Maximo.

Nach Angaben des Landes werden durch die neue Struktur viele Fahrten günstiger. Gleichzeitig verteuern sich einzelne Verbindungen aber deutlich - teilweise um bis zu 140 Prozent.

Verkehrslandesrat Christof Bitschi (FPÖ) begründete die Reform bei der Präsentation damit, dass die Tarifstruktur einfacher werden und mehr Gelegenheitsnutzer ansprechen soll.

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