Schütze im Tschetschenen-Mord droht jetzt lebenslang

Sar A. (47) soll geschossen haben
Sar A. (47) soll geschossen habenprivat
Sar A. soll Kadyrow-Kritiker Mamichan U. alias Martin B. im Juli in Gerasdorf erschossen haben. Am 6. August muss der Schütze vor Gericht. 

Am 4. Juli 2020 war Blogger und Kadyrow-Kritiker Mamichan U. alias Martin B. auf einem Parkplatz in Gerasdorf (Bezirk Korneuburg) erschossen worden. Der mutmaßliche Killer Sar A. (47) flüchtete und wurde wenig später in Linz festgenommen - mehr dazu hier.

Kadyrow verhöhnt

Der 43-jährige Martin B. war über Jahre hinweg Informant für das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Wien. Und er war ein extremer Kritiker des Kadyrow-Regimes, beleidigte den Präsidenten oft auch via Video-Blog. Polizeischutz lehnte Martin B. stets ab, er beauftragte aber einen Bodyguard.

Leibwächter Ahmed A. hatte nach dem Todesschuss versucht, auf den Schützen zu feuern, die Waffe streikte aber. Ahmed A. (37) wurde schließlich zu 14 Jahren Haft verurteilt - mehr dazu hier.

Es droht lebenslang

Sar A. selbst zeigte sich im Vorfeld nicht geständig. Der 47-Jährige will zwar in Gerasdorf gewesen sein, das Firmengelände aber verlassen haben, als Martin B. noch gelebt hat. Ahmed A. samt Anwalt sprachen übrigens im damaligen Verfahren mehrmals von einem "Auftragsmord von Kadyrow". Hinweise darauf soll es laut "APA" im Rahmen des Ermittlungsverfahrens auch gegeben haben. Dennoch wird der tschetschenische Regionalpräsident nicht Teil des Prozesses sein.

Dem mutmaßlichen Killer droht im August eine lebenslange Freiheitsstrafe. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

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