Yusuf Demir hat sich nach seinem Ausraster beim 0:2 von Rapid gegen Sturm Graz erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. Der 22-Jährige zeigte nach seinem Schuhwurf Reue. Gesperrt ist er trotzdem für den Rest der Saison.
Der Strafsenat der Bundesliga verdonnerte den Offensivspieler am Montag zu drei Spielen Sperre. Die Begründung: "unsportliches Verhalten gegenüber einem Spieloffiziellen und Nichtbefolgung der Anordnung eines Spieloffiziellen."
Demir hatte in der 22. Minute seinen kaputten Schuh in Richtung des vierten Offiziellen geworfen, sah dafür Rot und schwächte Rapid früh. Die Hütteldorfer verloren am Ende 0:2 gegen Sturm Graz.
Wenige Stunden nach dem Urteil meldete sich der Ex-Barcelona-Spieler via Instagram bei den Fans. "Ich habe in dieser Situation nicht richtig gehandelt und damit die Mannschaft im Stich gelassen", schrieb Demir. Außerdem betonte er: "Ich werde aus diesem Fehler lernen und alles dafür tun, es in Zukunft besser zu machen."
Der Wiener übernahm laut eigener Aussage "die volle Verantwortung" für seinen Aussetzer. Dazu veröffentlichte er auch ein Foto des beschädigten Schuhs.
Die Aktion hatte heftige Kritik ausgelöst. "Sky"-Experte Marc Janko sagte nach dem Spiel: "Der Junge hat gar nichts gelernt." Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup stellte klar: "Das ist inakzeptabel."
Für Rapid kommt die Sperre zur Unzeit. Trotz einer enttäuschenden Bundesliga-Saison mit zwölf Niederlagen und negativem Torverhältnis (36:41) haben die Grün-Weißen im Europacup-Play-off gegen Ried oder den WAC noch die Chance auf ein internationales Ticket. Demir wird dabei definitiv fehlen.
Auch persönlich endet das Comeback-Halbjahr des einstigen Supertalents enttäuschend. Seit seiner Rückkehr kam der 22-Jährige auf acht Einsätze, blieb ohne Treffer und verbuchte einen Assist. Sein Vertrag in Hütteldorf läuft noch bis Sommer 2027.