Nach neun Runden Vorletzter, jetzt Meister und Cupsieger – man kann vor dem LASK nur den Hut ziehen. Ich habe Didi Kühbauer gerade persönlich gratuliert. Auch Sascha Horvath habe ich geschrieben – er ist wie ich Floridsdorfer, ist kaum größer als die Trophäen, war am Feld aber ganz groß.
Viele Trainer setzen heute auf Ballbesitz, auf Ballgeschiebe, wollen immer hinten rausspielen, spätestens vor dem Tor fehlen die Ideen. Der LASK machte es anders, holte die Titel auch mit schnörkellosem, geradlinigen Fußball. Das ist ein Verdienst des Trainers, der dieses System perfekt auf die Spieler zuschnitt – zusätzlich zu ihren individuellen Qualitäten.
Wie geht es beim LASK weiter? Ich glaube nicht, dass die Mannschaft zerfällt, dazu ist die Verlockung Champions League zu groß. Da müssten schon große Angebote kommen.
Sturm muss nach dem Umbruch, der in dieser Größe nicht notwendig war, mit Platz zwei zufrieden sein. Salzburg und Rapid enttäuschten schwer. Die Hütteldorfer können die Saison nur noch halbwegs retten, wenn sie in den Europacup kommen