Oberösterreich

Schul-Sozialarbeiter als Helfer bei Contact Tracing 

Mitten in der Corona-Pandemie wurden in OÖ die Schul-Sozialarbeiter für das Contact Tracing des Landes abgezogen. Jetzt gibt es Kritik.
31.01.2022, 17:22

Kinder und Jugendliche sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Die Zahl jener, die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, ist stark gestiegen. Die erste Anlaufstelle bei Problemen sind oft die Sozialarbeiter und Psychologen an den heimischen Schulen.

Doch ausgerechnet die wurden vom Land Oberösterreich abgezogen, sie müssen und mussten beim Contact Tracing, also bei der Kontaktverfolgung nach Corona-Infektionen, aushelfen. Das wurde durch eine mündliche Anfragebeantwortung von LH-Vize und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) in der letzten Landtagssitzung am vergangenen Donnerstag bekannt.

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Anfrage der Neos

"Es ist geradezu absurd, genau den Bereich der Schulpsychologie und Sozialarbeit zu schwächen, während die psychische Gesundheit Jugendlicher so dramatisch gefährdet ist, wie noch nie und Depressionserkrankungen unter jungen Menschen rapide zunehmen", kann Neos-Chef Felix Eypeltauer diese Tatsache nicht nachvollziehen.

Mit einer Landtagsanfrage will er deshalb rasch klären, wie viele Schulsozialarbeiter aus den oberösterreichischen Schulen abgezogen wurden. "Wir wissen, dass die psychologische Versorgung in Oberösterreich generell zu schwach ist und dass es in den Oberösterreichischen Schulen bereits jetzt viel zu wenige Schulpsychologen gibt", so Eypeltauer.

Übrigens: Laut Auskunft der Bildungsdirektion Oberösterreich gibt es in ganz Oberösterreich gerade einmal 36 Schulpsychologen und 4 Schulsozialarbeiter.

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