Ab kommenden Freitag sind die Schulen, Kindergärten, Horte und Krabbelstuben in den beiden Statutarstädten Linz und Wels sowie in den Bezirken Linz-Land, Wels-Land und Urfahr-Umgebung geschlossen. Diese Hiobsbotschaft für viele Eltern haben Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und LH-Stv. und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) bei einer Pressekonferenz Mittwochvormittag überbracht.
Wie geht es jetzt weiter? Wir sagen, was jetzt für Eltern wichtig ist.
Es wird eine Notfall-Betreuung geben. "Wie schon bei der ersten Schließung wird es für alle, die keine andere Lösung finden, eine Betreuungsmöglichkeit geben", verspricht LH-Vize Haberlander. Betroffene Eltern müssen sich an die jeweiligen Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. an die Gemeinden und Städte wenden. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) garantiert den Eltern, "dass bis auf Weiteres sämtliche Standorte von Kindergärten, Horten und Krabbelstuben für Betreuungs-Notfälle geöffnet bleiben."
Leider nein. Wie die Arbeiterkammer auf Anfrage sagt, ist die so genannte "Sonderbetreuungszeit" während Corona mit Ende Mai ausgelaufen. In Absprache mit dem Arbeitgeber konnte man da bis zu drei Wochen Betreuungszeit nehmen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Urlaubstage gehabt hätte. Allerdings: Wie gesagt, diese "Sonderbetreuungszeit" gibt es nicht mehr. Man muss sich also, wenn man das Kind selbst betreuen möchte, Urlaub nehmen.
Dieser "Kurz-Lockdown" (mehr als 100.000 Kinder sind betroffen) gilt ab Freitag für vorerst eine Woche. Heißt: Nach momentanem Stand der Dinge haben die Einrichtungen in den Ferien-Monaten Juli und August geöffnet, damit dürfte die Betreuung gewährleistet sein. Allerdings: "Wir werden die Zahlen genau beobachten und dann entscheiden, wie es weitergeht", kann Stelzer nicht ausschließen, dass der "Lockdown" verlängert wird.
Laut Bildungsdirektion ist das noch unklar. Es werde an einer Lösung gearbeitet. Möglicherweise bekommen die Kinder die Zeugnisse mit der Post zugeschickt.
Das muss jeder Verein selber entscheiden. Einige Klubs in den betroffenen Bezirken haben von sich auch die Trainingseinheiten ab Freitag gestrichen. Der Fußballverband hält sich an die Vorgaben der Bundesregierung, und die erlauben Trainings und Spiele, betont Heinz Oberauer vom oö. Fußballverband.
Und was sagen die Eltern dazu? Wir haben nachgefragt: