Im Süden Russlands hat ein Bub an einer Berufsschule mit einer Schusswaffe mindestens einen Menschen getötet. Laut dem russischen Innenministerium wurden bei dem Angriff in der Stadt, Region Krasnodar, am Mittwoch noch zwei weitere Personen verletzt. Die Polizei konnte den Angreifer festnehmen.
Der Bub habe laut Innenministerium mit einer "nicht näher identifizierten Waffe" im Eingangsbereich der Schule das Feuer eröffnet, wie auf dem Onlinedienst Telegram mitgeteilt wurde. Das Todesopfer ist laut Regionalgouverneur Benjamin Kondratjew ein Wachmann.
Dieser habe "rasch reagiert", die Sicherheitskräfte verständigt und dadurch verhindert, dass der Angreifer in die Schule eindringen konnte. Die Verletzungen der beiden anderen Betroffenen seien "mittelschwer".
Auf Videos, die in Onlinediensten kursieren und von der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht überprüft werden konnten, ist ein junger Mann ganz in Schwarz zu sehen, der mit erhobenen Händen vor der Schule steht.
Solche Angriffe mit Waffen waren an russischen Schulen früher selten. In den letzten Monaten ist es aber trotz strenger Waffengesetze immer wieder zu solchen Vorfällen gekommen. Allein in diesem Monat gab es laut Behörden schon Messerangriffe an einer Uni im Uralgebirge und in einer Schule in Sibirien sowie einen Angriff mit einem Luftdruckgewehr in einer Schule in Zentralrussland.