Nur wenige Monate nach dem schrecklichen Amoklauf in Graz im vergangenen Juni war das Thema in ganz Österreich allgegenwärtig. Auch an den oberösterreichischen Schulen wurden präventive Schritte gesetzt, bundesweit wurden sogar die Waffengesetze verschärft.
Genau in dieser Zeit – als der Amoklauf noch gut im kollektiven Gedächtis war – soll auch ein erst 15-Jähriger in Linz mit einer ähnlichen Tat gedroht haben. Der Schüler muss sich am Mittwoch am Landesgericht verantworten.
Angeklagt wurde der Jugendliche wegen gefährlicher Drohung, konkret soll das Ganze laut Staatsanwaltschaft am 20. November passiert sein. Von einer Telefonzelle aus soll der 15-Jährige den Polizeinotruf 133 gewählt und dabei mit einem Amoklauf an der Linzer Karlhofschule gedroht haben.
Zumindest die Wortwahl des Teenies lässt wenig Spielraum für Interpretationen: "Ich hab a Pistole, ich steh Karlhofschule und knall dort Leute ab", sagte der 15-Jährige laut Anklage im Gespräch mit der Exekutive.
Sollte er am Mittwoch vom Richter schuldig gesprochen werden, droht dem Teenie eine Freiheitsstrafe: Nach dem Jugendgerichtsgesetz bis zu eineinhalb Jahre. Für den 15-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.