Probe kontaminiert

"Fassungslos": Spital entfernt Frau gesunde Gebärmutter

Ein falscher Befund, eine folgenschwere OP: In Linz soll einer jungen Frau die Gebärmutter entfernt worden sein, obwohl sie gar keinen Tumor hatte.
Oberösterreich Heute
27.01.2026, 12:04
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Ein medizinischer Albtraum am Linzer Kepler Klinikum: Einer jungen Frau (30) soll im Sommer die gesunde Gebärmutter entfernt worden sein – ausgelöst durch einen falsch-positiven Befund.

Doch keine Tumorzellen

Ausgangspunkt war laut Bericht der "OÖN" ein Standardeingriff nach einer Fehlgeburt. Auch "Krone" und "News" berichteten am Dienstag über den folgenschweren Fall. Demnach wurde eine entnommene Gewebeprobe in der Pathologie als tumorös eingestuft. "Ich bin monatelang jeden Morgen aufgewacht und jeden Abend schlafen gegangen – mit der Angst, bald zu sterben", sagt die Oberösterreicherin.

Das interdisziplinäre Tumorboard empfahl daraufhin die Total-OP. Anfang August war die Gebärmutter samt Eileitern und einem Eierstock schon draußen. Erst die routinemäßige Nachuntersuchung habe die bittere Wahrheit ans Licht gebracht: keine Tumorzellen, nie dagewesen. Weitere Tests und Analysen sollen das bestätigt haben: Die ursprüngliche Probe war kontaminiert, offenbar mit Gewebe eines anderen Patienten.

"Ich bin keine Zahl"

Rainer Hable, Anwalt der jungen Frau, findet deutliche Worte: "Dass die Gesundheit einer jungen Frau zerstört wurde, ist schlimm genug. Die Patientin dann allein zu lassen, lässt einen fassungslos zurück." Gespräche mit Verantwortlichen sollen gescheitert sein, Gewebekontaminationen seien laut der Gesundheitsholding ein bekanntes, seltenes Risiko.

Die Behandlung sei "nach dem aktuellen medizinischen Standard und lege artis" durchgeführt worden. Die Betroffene sagt heute: "Das Schlimmste ist, dass niemand Verantwortung übernimmt. Ich bin keine Zahl. Ich bin ein Mensch."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.01.2026, 12:05, 27.01.2026, 12:04
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