Mehrere Polizisten verletzt

Polizei erschießt Angreifer vor Israel-Konsulat

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul kam es zu einem Schusswechsel, bei dem ein Angreifer getötet und zwei Polizisten verletzt wurden.
Newsdesk Heute
07.04.2026, 15:12
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Bei einer Schießerei mit der Polizei vor dem israelischen Konsulat in Istanbul ist laut offiziellen Angaben mindestens ein Angreifer getötet worden. Zwei weitere Angreifer wurden verletzt, wie Regionalgouverneur Davut Gül am Dienstag bekanntgab. Auch zwei Polizisten wurden laut seinen Angaben leicht verletzt.

"Unbekannte Personen" hätten das Feuer auf die im Dienst stehenden Polizisten eröffnet, woraufhin die Polizei zurückschoss, teilte die Regionalverwaltung mit.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus gut informierten Kreisen erfuhr, befindet sich derzeit "kein einziger israelischer Diplomat auf türkischem Boden". Die diplomatischen Vertretungen Israels seien "nicht nur in der Türkei, sondern in der gesamten Region aus Sicherheitsgründen" evakuiert worden, nachdem die radikalislamische Hamas im Gazastreifen am 7. Oktober 2023 Israel angegriffen hatte.

Opferzahlen revidiert

In ersten Meldungen war von mehreren Toten die Rede. Der staatliche Fernsehsender TRT hatte berichtet, dass bei dem Vorfall zwei Angreifer getötet worden seien.

Laut Innenminister Mustafa Ciftci kamen die Angreifer mit einem Mietauto aus der benachbarten Provinz Izmit im Nordwesten. Sie hätten "Verbindungen zu einer Organisation, welche die Religion instrumentalisiert".

Ciftci bestätigte im Onlinedienst X, dass zwei Polizisten "leicht verletzt" worden seien.

Türkischen Medien zufolge waren die drei Angreifer mit Langwaffen bewaffnet. Sie trugen Tarnanzüge und Rucksäcke.

Vor dem Gebäude der diplomatischen Vertretung Israels im Geschäftsviertel Levent auf der europäischen Seite von Istanbul war ein großes Polizeiaufgebot zu sehen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Auch Blutspuren auf dem Boden eines nahegelegenen Parkplatzes wurden gesehen.

Bilder vom Sender NTV zeigten Polizisten, die auf einer stark befahrenen Straße das Feuer eröffnen, sowie einen verletzten Menschen, der auf einer Trage abtransportiert wird.

Der türkische Justizminister Akin Gürlek erklärte bei X, die Istanbuler Staatsanwaltschaft habe eine Untersuchung eingeleitet.

Im Dezember waren in Yalova südlich von Istanbul drei Polizisten und sechs schwer bewaffnete Verdächtige getötet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzugehören. Kurz darauf nahmen die türkischen Behörden 125 Menschen fest, die ebenfalls Verbindungen zum IS haben sollen.

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