In wenigen Wochen sollte Alexandra R. (39) ihren Sohn zur Welt bringen. Doch ihr Ex-Freund und dessen Komplize beendeten das Leben der gebürtigen Rumänin auf brutale Weise. Nun dokumentiert eine neue ARD-Doku den schockierenden Fall.
Am 9. Dezember 2022 brachte die 39-Jährige ihre Pflegetochter in eine Kindertagesstätte im mittelfränkischen Schwabach – und wurde danach nie wieder gesehen. Ihr Lebensgefährte befand sich laut Polizei in einem "psychischen Ausnahmezustand".
Wie tag24.de berichtet, deutete alles auf ein Gewaltverbrechen hin: In der Wohnung der im achten Monat Schwangeren lag noch ihr Mutterpass, am selben Tag hatte sie neue Badmöbel bestellt. Macht das jemand, der freiwillig verschwinden will?
Ihr Ex-Freund Dejan B. (51) wurde schnell zum Beschuldigten. In seiner Wohnung fand die Polizei einen zerknüllten Kassenbon einer Tankstelle auf der Inntalautobahn in Österreich – genau auf dem Weg nach Südtirol, wo es den letzten Funkkontakt von Alexandras Handy gab. Die Überwachungskamera zeigte jedoch nicht Dejan B. beim Tanken, sondern dessen Geschäftspartner Ugur T. (49).
Die Ermittler fanden weitere erdrückende Beweise: Haare und Speichel von Alexandra klebten an einem Panzertape, mit dem sie offenbar geknebelt wurde – darauf auch ein Fingerabdruck von Ugur T. In einer angemieteten Lagerhalle hingen ihre Haare zwischen den Borsten eines Besens.
Alexandra hatte ihren Ex durchschaut: Er hatte 27 Immobilien auf ihren Namen und auf ihr Risiko gekauft. Im März 2022 sperrte sie ihre Konten und zog ins Frauenhaus. Nur sechs Tage nach der Tat stand ein Gerichtstermin an, bei dem die beiden Männer 780.000 Euro von ihr verlangen wollten.
Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte beide zu lebenslanger Haft mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld – obwohl Alexandras Leiche bis heute verschwunden ist. Die dreiteilige ARD-Crime-Time-Doku "Mord ohne Leiche – Der Fall Alexandra R." ist ab sofort in der Mediathek verfügbar.