Im Sternbild Schwan gibt es eine berühmte Röntgenquelle: das schwarze Loch Cygnus X-1. Es ist 21-mal schwerer als unsere Sonne und umkreist gemeinsam mit einem Riesenstern von 41 Sonnenmassen alle 5,6 Tage einander.
Dabei zieht das schwarze Loch ständig Material vom Riesenstern an. Ein großer Teil davon verschwindet für immer hinter dem Ereignishorizont. Doch die Magnetfelder in der rotierenden Materiescheibe führen auch zur Entstehung von sogenannten Jets.
Diese energiereichen Plasmaströme schießen mit extrem hoher Geschwindigkeit ins All, wie Spektrum.de berichtet. Sie transportieren Energie aus der unmittelbaren Umgebung des schwarzen Lochs bis in eine Entfernung von 16 Lichtjahren.
Während der letzten 20.000 Jahre bildete sich dadurch eine große Blase aus heißem Gas in relativer Nähe des Systems. Der blaue Riesenstern verliert über seinen Sternwind rund 100 Millionen Mal so viel Masse wie unsere Sonne.
Gleichzeitig ist der Wind des Riesensterns dreimal so schnell wie unser Sonnenwind. Dadurch wird er so stark, dass er die vom schwarzen Loch ausgestoßenen Jets ablenken und vom Stern wegblasen kann.
Durch Modellierungen konnten die Forscher die Leistung der Jets erstmals messen. Ihre Studie könnte dabei helfen, die Energiebilanz schwarzer Löcher generell besser zu verstehen.