Außerirdisches Leben möglich

Keine Kontinente, keine Küsten – Wasser-Planet entdeckt

Der Exoplanet "TOI-1452 b" könnte vollständig von Wasser überzogen sein - Forscher vermuten eine spektakuläre Ozeanwelt.
Bernd Watzka
27.03.2026, 06:15
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Eine Entdeckung, die selbst erfahrene Forscher staunen lässt: Der Exoplanet mit dem etwas sperrigen Namen "TOI-1452 b" könnte ein echter Wasser-Planet sein. Heißt konkret: keine Kontinente, kein Festland - nur ein einziger, globaler Ozean.

Fast doppelt so groß wie Erde

Der rund 100 Lichtjahre entfernte Planet ist etwa 70 Prozent größer als die Erde und umkreist einen sogenannten Roten Zwerg. Seine geringe Dichte deutet darauf hin, dass ein enormer Teil seiner Masse aus Wasser bestehen könnte - bis zu 30 Prozent.

Zum Vergleich: Auf der Erde bedeckt Wasser zwar rund 70 Prozent der Oberfläche, macht aber weniger als ein Prozent der Gesamtmasse aus. "TOI-1452 b" wäre damit eine vollkommen andere Welt.

Hunderte Kilometer tiefe Meere

Die möglichen Ozeane dort hätten es in sich. Forscher gehen davon aus, dass sie Hunderte Kilometer tief sein könnten. In solchen Tiefen herrscht extremer Druck - so stark, dass sich Wasser in exotische Eisformen verwandelt, obwohl es darüber flüssig bleibt.

Das Ergebnis wäre ein ungewöhnlicher Aufbau: ein riesiger, flüssiger Ozean, darunter eine dichte Eisschicht und erst darunter ein felsiger Kern. Bedingungen, wie sie in unserem Sonnensystem nicht vorkommen.

Ist auf "TOI-1452 b" Leben möglich?

Ob auf so einem Planeten Leben möglich ist, bleibt offen. Zwar ist Wasser eine Grundvoraussetzung dafür, doch ohne Kontinente könnte der wichtige Austausch von Nährstoffen fehlen. Klar ist aber: Solche Ozeanwelten erweitern das Bild davon, wo Leben im All überhaupt entstehen kann.

Was sind Exoplaneten?

Exoplaneten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die andere Sterne umkreisen. Bisher wurden über 6.000 dieser Himmelskörper bestätigt. Sie variieren stark in Größe und Zusammensetzung, von heißen Gasriesen bis zu potenziell bewohnbaren, felsigen Welten. Ihre Entdeckung erfolgt meist indirekt, etwa durch Lichtabfälle beim Vorbeizug vor ihrem Stern.

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