Im Burgenland herrscht Alarmstufe Rot: Seit Wochen fehlt der Regen, die Natur ist ausgetrocknet. Die Folge sind immer mehr Vegetationsbrände - von Nord bis Süd stehen Feuerwehren fast täglich im Einsatz.
Ob Wald, Feld oder Schilf - die Einsätze häufen sich deutlich. Zuletzt brannten etwa in Illmitz gleich Dutzende Hektar. Hauptgrund ist laut Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf die anhaltende Trockenheit, verstärkt durch die globale Erwärmung.
"Durch den Klimawandel, durch das Freizeitverhalten der Bevölkerung und durch die Tatsache, dass in Österreich 50 Prozent mit Wald bedeckt sind, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit eines Vegetationsbrandes enorm. Unsere Feuerwehrkräfte sind gefordert", so Kropf zum ORF.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Rund 30 Prozent aller Einsätze sind mittlerweile Brände - früher waren es nur etwa 20 Prozent. Um darauf zu reagieren, wurden spezielle Einheiten für Vegetationsbrände aufgebaut.
Die sogenannte Vegetationsbrandbekämpfungs-Einheit VBB ist besonders flexibel unterwegs, oft zu Fuß und mit spezieller Ausrüstung wie Löschrucksäcken. So erreichen die Trupps auch schwer zugängliche Gebiete, in die Feuerwehrfahrzeuge nicht kommen. Im ganzen Burgenland sorgen insgesamt 57 Vegetationsbrandbekämpfungs-Stützpunkte für mehr Brandschutz.
Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut UN-Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver. Das heißt: Niederschläge und Stürme werden stärker, Hitzewellen heißer und Dürren trockener.