Paukenschlag in der US-Energiepolitik: Die Regierung von Donald Trump greift tief in die Staatskasse - um Windkraft zu verhindern. Konkret sollen rund 1 Milliarde Dollar Steuergeld an den französischen Energiekonzern TotalEnergies fließen, damit dieser geplante Offshore-Windparks vor der Atlantik-Küste der USA aufgibt.
Die bereits geplanten Projekte vor New York und North Carolina hätten mehr als 4 Gigawatt Strom für US-Haushalte und Unternehmen liefern können. Stattdessen setzt der Konzern nun verstärkt auf fossile Energie. Geplant sind Investitionen in Flüssigerdgas-Anlagen in Texas sowie neue Ölprojekte im Golf von Mexiko.
"Da die Entwicklung von Offshore-Windprojekten nicht im nationalen Interesse (der USA, Anm.) liegt, haben wir beschlossen, auf die Entwicklung von Offshore-Windparks in den Vereinigten Staaten zu verzichten", erklärte Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies.
Schon länger steht Trump der Windkraft extrem kritisch gegenüber. Nun geht die Regierung einen neuen Weg: Statt Projekte nur zu blockieren, werden Unternehmen direkt bezahlt, damit sie erst gar nicht bauen. Bereits zuvor wurden Genehmigungen für erneuerbare Energie stark eingeschränkt.
„Windenergie ist unerschöpflich verfügbar und klimaverträglich - ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Energiesystems der Zukunft.“TotalEnergiesInfotext auf der Website
Kritik kommt von mehreren Seiten. Experten warnen vor steigenden Strompreisen und wachsender Energieknappheit - gerade an der Ostküste der USA. Auch Branchenvertreter sprechen von einem politischen Signal, das für Verbraucher am Ende teuer werden könnte.
Für die Trump-Regierung ist die Sache klar: Offshore-Wind sei zu teuer und zu unzuverlässig. Gegner halten dagegen - und sprechen von einem Rückschritt in der Energiewende.
In seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Jänner 2026 verschärfte Trump seine Kritik an der europäischen Energiewende. Die Windkraft bezeichnet er als "größten Betrug der Geschichte", China würde Windräder "an Dumme verkaufen" - gemeint waren damit die Europäer.