Hust, Ächz, Keuch! Die Luft wird schlechter - und das weltweit. Das zeigt der neue Weltluftqualitätsbericht 2025 des Schweizer Unternehmens IQAir. Analysiert wurden Daten aus rund 9.500 Städten in 143 Ländern. Das Ergebnis ist alarmierend: 91 Prozent der Staaten überschreiten die empfohlenen Grenzwerte.
Besonders bitter: Auch Europa ist weit durchgehend von sauberer Luft entfernt. Nur drei Länder halten die strengen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation - Feinstaub (PM2,5) max. 5 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) - ein: Andorra, Estland und Island. Österreich ist also nicht darunter.
Als Haupttreiber nennen Experten den menschengemachten Klimawandel. Vor allem Waldbrände aufgrund Extremhitze sorgten 2025 für massive Belastungen. Rauch aus Nordamerika und Staub aus der Sahara ließen etwa in der Schweiz und in Griechenland die Feinstaubwerte um mehr als 30 Prozent steigen.
2025 war generell ein extremes Jahr für Europa: Heftige Brände zerstörten im Sommer ganze Landstriche, während Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren Schäden von mindestens 43 Milliarden Euro verursachten.
Bei der Feinstaubbelastung in Europa zeigt sich ein gemischtes Bild: In 23 europäischen Ländern stiegen die Werte, in 18 gingen sie zurück. Positiv sticht Malta hervor, wo die Belastung deutlich sank - unter anderem durch den Umstieg auf erneuerbare Energien und weniger Verkehrsemissionen.
Weltweit schneiden bei der großen Studie nur 13 Länder gut ab. Neben den drei europäischen Staaten zählen etwa Australien oder einige Inselgebiete dazu. Am anderen Ende der Skala stehen Länder wie Pakistan, Bangladesch, China und Tadschikistan mit besonders hoher Luftverschmutzung.