"Verkündigung des Herrn"

"40 Fröste" – Düstere Bauernregel für 25. März

Pünktlich zu Mariä Verkündung am Mittwoch soll ein Wintereinbruch für Ärger sorgen: Frost, Schnee und Glätte könnten eine alte Bauernregel bestätigen.
Bernd Watzka
24.03.2026, 06:30
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Am 25. März ist Mariä Verkündung und damit auch die Zeit für eine der bekanntesten - und gleichzeitig düstersten - Bauernregeln im Frühling: "Hat's nach der Mariennacht gefroren, werden noch 40 Fröste geboren", heißt es in alten Kalendern. Heuer bekommt dieser Spruch eine besondere Brisanz.

Frost nach kirchlichem Hochfest

Bereits am Abend des kirchlichen Hochfests zeigt sich das Wetter von seiner frostigen Seite. In der Nacht auf Donnerstag (26. März) wird dann ein regelrechter Wintereinbruch erwartet. Meteorologen warnen vor eisigen Temperaturen, Schnee und sogar Schneebruch.

Überall im Land bleibt es trüb, dazu kommt wiederholt Schneefall oder Regen. Vor allem am Alpennordrand kann es kräftig und anhaltend schneien. Die Temperaturen passen dazu: maximal minus 2 bis plus 7 Grad.

Bauernregel könnte sich erfüllen

Fakt ist: Mit der aktuellen Wetterprognose der Meteorologen liegt Österreich genau in jenem Szenario, das die Bauernregel beschreibt. Ein Kälteeinbruch rund um die Mariennacht galt schon früher als Hinweis auf einen hartnäckigen Frühling mit weiteren Frosttagen.

Verkündigung durch Engel Gabriel

Mariä Verkündigung (auch "Verkündigung des Herrn" genannt) ist ein Hochfest im Kirchenjahr und zugleich die Bezeichnung für das im Lukas-Evangelium geschilderte Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und gebären werde.

Ob die alten Prophezeiungen nun exakt eintreffen oder nicht – die Bauernregeln sind faszinierende Beispiele für altes Wetterwissen. Die Prognosen rufen in Erinnerung, wie genau unsere Vorfahren ihre Umwelt beobachteten. Auch wenn die Wissenschaft skeptisch ist, bleibt der Bauernkalender ein interessantes, uraltes Wetter-Regelwerk.

Erfahrungswerte aus Landwirtschaft

Ganz wörtlich nehmen sollte man die Bauernegel von den "40 Frösten" allerdings nicht. Experten sehen solche Regeln eher als Erfahrungswerte aus der Landwirtschaft. Dennoch zeigt sich immer wieder: Oft steckt ein Körnchen Wahrheit dahinter.

Für Gartenbesitzer und Landwirte heißt das jetzt vor allem eines: Vorsicht. Frisch gesetzte Pflanzen oder bereits austreibende Bäume könnten durch die Kälte Schaden nehmen.

Gefahren durch Wintereinbruch

Zusätzlich zur Frostgefahr drohen ab Mittwochabend auch andere Probleme. Durch nassen Schnee kann es zu Schneebruch kommen, während gleichzeitig Regen und Tauwetter lokal Überflutungen auslösen können. Ob es nun wirklich 40 Fröste werden, ist offen - der Start in den Frühling fühlt sich heuer jedenfalls verdächtig winterlich an.

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