Heißestes Jahrzehnt

Rekord – So viel CO2 gab's zuletzt vor zwei Mio. Jahren

2015 bis 2025 waren laut UN-Meteorologen die heißesten Jahre seit Messbeginn - die schädlichen Treibhausgase erreichten historische Werte.
Bernd Watzka
23.03.2026, 10:22
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Die Erde heizt sich weiter auf - und zwar schneller als je zuvor. Die Jahre 2015 bis 2025 waren die heißesten seit Beginn der Messungen im Jahr 1850. Das zeigt der neue Klimabericht der Weltwetterorganisation (WMO).

Besonders brisant: Die Konzentration der Treibhausgase Methan und Lachgas in der Atmosphäre ist so hoch wie seit 800.000 Jahren nicht mehr, der Kohlendioxid-Anteil war letztmals vor zwei Millionen Jahren so hoch.

"Kaum Anlass zur Hoffnung"

2025 lag die globale Durchschnittstemperatur um 1,43 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Nur 2024 war noch heißer. Für Experten ist klar: Die Entwicklung geht in die falsche Richtung. "Es lässt sich nicht leugnen, dass diese Indikatoren kaum Anlass zur Hoffnung geben", sagt WMO-Vizechefin Ko Barrett .

Energie-Ungleichgewicht wächst

Auch UN-Generalsekretär António Guterres findet deutliche Worte: "Der Planet wird an seine Grenzen gebracht." Ein zentrales Problem ist das wachsende Energie-Ungleichgewicht der Erde. Vereinfacht gesagt: Es kommt mehr Wärme an, als wieder ins All entweichen kann - vorwiegend wegen der Treibhausgase.

Ozeane heizen sich auf

Die Folgen der Erwärmung sind längst spürbar. Die Ozeane speichern mehr als 90 Prozent der zusätzlichen Energie und heizen sich massiv auf. Gletscher schmelzen, Eis verschwindet, der Meeresspiegel steigt. Die Erwärmung der Meere hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sogar mehr als verdoppelt.

Dramatisch: Nur ein kleiner Teil der überschüssigen Energie erwärmt direkt die Luft an der Erdoberfläche. Der Großteil verschwindet in den Ozeanen, Böden und im schmelzenden Eis - mit weitreichenden Folgen für das gesamte Klimasystem.

Lösung liegt auf dem Tisch

Trotz der düsteren Zahlen gibt es noch Hoffnung. Klimaforscherin Claire Ransom betont: Wer jetzt aufgibt, verschärft die Krise nur weiter. Die Lösung ist klar - weniger Treibhausgase. Die Richtung ist eindeutig, die Frage ist nur, ob die Welt noch rechtzeitig gegensteuert.

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