Schweden zählt zu den beliebtesten Sommerzielen für Wohnmobilurlauber in Europa. Besonders das Jedermannsrecht und die Vielzahl an Campingplätzen locken zahlreiche Reisende an.
Aktuell trüben jedoch Sicherheitsbedenken die Idylle: Das Auswärtige Amt in Berlin weist ausdrücklich auf eine erhöhte Kriminalitätsgefahr gegenüber Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzern hin. Die Warnung betrifft sowohl Übernachtungen auf offiziellen Plätzen als auch auf Stell- und Rastplätzen.
Wie "Promobil" berichtet, warnt das Außenministerium davor, dass solche Vorfälle auch auf bewachten Campingplätzen keine Seltenheit sind. Besonders gefährdet seien Reisende, die in Freizeitfahrzeugen oder im Pkw nächtigen.
Das Auswärtige Amt nennt zwar keine exakten Hotspots, doch laut Polizeimeldungen häufen sich die Delikte vor allem in Süd- und Westschweden. Häufig betroffen sind die Fährhäfen in Malmö und Trelleborg, die Transitroute E6 entlang der Westküste sowie der Raum Göteborg. In Göteborg gab es zuletzt eine Einbruchsserie mit rund 15 Taten innerhalb weniger Wochen.
Auch in den Regionen Fyrbodal und Älvsborg wurden Serien von Einbrüchen auf Camping- und Rastplätzen gemeldet. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Diebstählen – etwa 2019 in der Nähe von Malmö und erneut 2024 und 2025 in den genannten Gebieten.
Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt das Auswärtige Amt, möglichst bewachte Plätze anzusteuern und Fahrzeuge zusätzlich mechanisch oder elektronisch zu sichern. Wertsachen sollten nicht sichtbar im Fahrzeug liegen und wichtige Dokumente getrennt voneinander aufbewahrt werden. Digitale Kopien können zusätzlich hilfreich sein.
Abschließend wird darauf hingewiesen, dass Taschendiebstähle an touristischen Hotspots, auf Fähren und in Großstädten ebenfalls ein wachsendes Problem darstellen. Reisende sollten daher stets wachsam sein und sich entsprechend vorbereiten.