Video zeigt, wie Ferkel grundlos sterben müssen

Ein Schweinezuchtbetrieb im deutschen Brandenburg steht aktuell in Kritik. Aufnahmen von Tierschützern zeigen, wie Ferkel aufgrund ihrer Größe brutal getötet werden.

Wieder einmal sorgt ein entsetzlicher Fall von Tierquälerei für Aufsehen: In einem deutschen Schweinevermehrungsbetrieb sollen kleine Ferkel systematisch erschlagen werden. Der Grund ist nicht etwa, dass kranke Tiere von ihrem Leiden erlöst werden, sondern, so die Tierschutzorganisation ARIWA (Animal Rights Watch), dass sie "eine falsche Größe" haben.

Videoaufnahmen zeigen das grausame Töten. Bei den Bildern würde deutlich, "dass das einzige Kriterium, das über Leben und Tod bestimmt, die Größe der Tiere ist. Es geht nicht darum, 'nicht lebensfähige' Ferkel zu erlösen."

Unfassbares Leid

Die Ferkel werden brutal gegen den Boden oder gegen Kanten geschlagen, bis sie tot sind. Manche davon würden noch zappeln und leidend zurückgelassen.

Erstmals aufgedeckt wurde diese Praxis von ARIWA 2014. Daraufhin wurden in einigen deutschen Bundesländern die entsprechenden Tierschutzrichtlinien angepasst. Geändert habe sich allerdings nicht viel. Nach wie vor sei die brutale Tötung der Jungtiere gängig. Denn kleinere und schwäche Ferkel kosten in der Aufzucht mehr Geld, immerhin benötigen sie eine intensivere Betreuung und im Einzelfall tierärztliche Behandlung, wodurch sich die Gewinnspanne verringert.

Verstoß gegen Tierschutzgesetz

"Das Töten der Ferkel stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, da kein 'vernünftiger Grund' zur Tötung vorliegt. Nur Tiere, die auch bei entsprechender Betreuung nicht überlebensfähig sind oder stark leiden, dürften getötet werden", so ARIWA. Der Betrieb wurde angezeigt.

Achtung: Das folgende Video zeigt reale Gewalt an Tieren!

Am Montag wurde in einem Beitrag von ARD auf die Zustände in jenem Betrieb in Brandenburg aufmerksam gemacht. "Alleine an diesem einen Tag in diesem einen Bereich wurden 23 Ferkel erschlagen. Das zeigen die Aufnahmen aus den Kameras (Anm.: die vom 7.6.18 stammen). Wir gehen davon aus, dass in anderen Bereichen der Anlage genau dasselbe passiert. Und das eben nicht nur an einem Tag, sondern an allen Tagen", zitiert "ARD Brisant" Sandra Franz von Animal Rights Watch. (red)

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