Welt

Schweizer bekam 13 Jahre für HIV-Blut-Injektionen

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:01

Der selbst ernannte Heiler von Bern muss für zwölf Jahre und neun Monate hinter Gitter. Er hat 16 Menschen, die meisten davon seine Musikschüler, absichtlich mit HIV und Hepatitis C infiziert. Die Polizei musste sein Haus stürmen, in dem er sich verschanzt hatte, um ihn zur Gerichtsverhandlung zu bringen.

Der selbst ernannte Heiler von Bern muss für zwölf Jahre und neun Monate hinter Gitter.. Die Polizei musste sein Haus stürmen, in dem er sich verschanzt hatte, um ihn zur Gerichtsverhandlung zu bringen.

Das Gericht verurteilte den 54-jährigen Mann wegen schwerer Körperverletzung und Verbreitens menschlicher Krankheiten. Der Mann hat stets seine Unschuld beteuert. Sein Verteidiger hatte am Montag einen Freispruch gefordert, da zu viele Zweifel an der Schuld des selbst ernannten Heilers bestünden. Der Heiler verfolgte die Urteilsverkündung ohne große Regung.

Obwohl es sich um ein erstinstanzliches Urteil handelt und bereits der Weiterzug ans Obergericht im Raum steht, bleibt der Verurteilte einstweilen hinter Gitter: Das Gericht verfügte Sicherheitshaft.

Als "Patienten" ins Krankenhaus gingen, flog alles auf

Der 57-jährige Schweizer hatte sich extra infiziertes Blut besorgt und die Menschen unter Vorwänden wie Akupunktur gestochen. Als sich mehrere Betroffene in einem Krankenhaus behandeln ließen, kam die Sache ans Licht. Warum der Mann das tat, ist unklar.

Während des Prozesses hatte sich der Berner 24 Stunden vor der Polizei in seinem Haus verschanzt, statt an der Verhandlung teilzunehmen. Die Beamten mussten das Haus vergangene Woche stürmen und nahmen den bewaffneten Mann fest.

APA/red.

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