Schweizer Zugkollision: 1 Toter und 26 Verletzte

In der Schweiz sind bei einem Zugunglück am Montagabend ein Mensch getötet und 26 weitere verletzt worden. Stunden nach dem Unfall im Kanton Waadt bargen Rettungskräfte am frühen Dienstagmorgen die Leiche eines Lokführers, wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda unter Berufung auf die Kantonspolizei meldete. Der Mann war beim Zusammenstoß seines Zuges mit einer zweiten Regionalbahn im Wrack seines Triebwagens eingeklemmt worden.

Die beiden Regionalzüge waren am Montagabend um 18.45 Uhr in der Ortschaft Granges-pres-Marnand frontal zusammengestoßen. Zu der Kollision kam es, als ein Zug in Richtung des dortigen Bahnhofs rollte, während ein anderer gerade von dort abfuhr.

Wie die beiden Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf dasselbe Gleis geraten konnten, blieb zunächst unklar. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) eröffnete zum Unfall eine Untersuchung. "Das war ein enormer direkter Aufprall", sagte ein Augenzeuge im Schweizer Fernsehen. Bilder im Internet zeigten die ineinander verkeilten Antriebswagen. Der Bahnverkehr zwischen Moudon und Payerne wurde unterbrochen.

Bahnlinie bleibt gesperrt

26 Verletzte wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Die übrigen wurden noch an der Unfallstelle versorgt. Sie erhielten auch psychologische Unterstützung. Alle 46 Insassen des Zuges waren Schweizer. Dutzende Helfer waren im Scheinwerferlicht bis in die frühen Morgenstunden mit Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Bahnlinie zwischen Lucens und Payerne sollte laut SBB voraussichtlich den ganzen Tag gesperrt bleiben.

Der Frontalzusammenstoß zweier Regionalzüge in der Schweiz ist wahrscheinlich von einem der Lokführer durch das Übersehen eines Rotlichtsignals verursacht worden. Dies sei beim derzeitigen Stand der Ermittlungen die bevorzugte These, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Lausanne mit.

Reihe von Zugunglücken

Zuletzt hatte es in der Schweiz im Jänner ein ähnliches Unglück gegeben, als im Bahnhof Neuhausen am Rheinfall zwei S-Bahnzüge aufeinanderprallten. 17 Menschen wurden dabei verletzt. Erst in der Vorwoche kam es zu einem und auf einen Bahnsteig fiel.

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