Politik

Schwere Geburt

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:14

Das Baby ist da! Eine Spätgeburt. Nun hat auch die ÖVP ein Steuer-Wunschkind. "Normalerweise", frohlockt Finanzminister Schelling, "müsste die SPÖ jetzt Hurra schreien und sagen: Das nehmen wir."

Das Baby ist da! Eine Spätgeburt. Nun hat auch die ÖVP ein Steuer-Wunschkind. "Normalerweise", frohlockt Finanzminister Schelling, "müsste die SPÖ jetzt Hurra schreien und sagen: Das nehmen wir."

Erwartbar ist eher das Gegenteil. 96 Tage, bis 17. März, hat die Regierung Zeit, sich zur Vaterschaft für eine gemeinsame Steuerreform zu bekennen. Klar: Beim Großteil der Vorschläge (Steuerklassen, Volumen, Entlastung unterer Einkommen, "Zuckerln" für Familien, Betrugsbekämpfung, etc.) bekommen sie das Kind schon geschaukelt.

Die Unterschiede im Grundkonzept sind mit freiem Auge kaum erkennbar. Aber: Kanzler Faymann braucht die "Reichensteuer". Schafft er sie nicht, zerreißt es ihn parteiintern. Schafft er sie, zerfetzt es die ÖVP, die keine neuen Steuern will. Das gibt noch heftiges Geplärr.

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