"Sohn hat geweint"

Schwere Vorwürfe gegen Tourismusschule Bad Gleichenberg

Eltern erheben massive Vorwürfe gegen die Leitung der Tourismusschulen Bad Gleichenberg. Sie kritisieren unter anderem den Umgang mit Schülern.
André Wilding
24.07.2026, 08:44
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An den Tourismusschulen Bad Gleichenberg rumort es gewaltig! Mehrere Eltern und der Schule nahestehende Personen werfen laut "Kleine Zeitung" der Schulleitung und dem Träger, der Wirtschaftskammer Steiermark, mangelnde Kommunikation und ein belastendes Schulklima vor. Im Mittelpunkt der Kritik steht Direktor Alfred Tieber, der die Schule seit rund einem Jahr leitet.

"Kind von Schule geworfen"

Besonders für Unmut sorgt, dass mehreren Schülerinnen und Schülern die Schulverträge gekündigt worden sein sollen. Betroffene Eltern sprechen von fehlenden Begründungen und mangelnder Transparenz.

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"Mein Kind wurde von der Schule geworfen und ich habe nie erfahren, was die Vorwürfe sind. Jetzt ist niemand erreichbar. Das sind ja stalinistische Methoden", schildert ein betroffener Vater gegenüber der Tageszeitung.

Nach Angaben der Eltern seien stattdessen Schreiben verschickt worden, in denen lediglich die einseitige Auflösung des Schulvertrags mitgeteilt worden sei. Erst in späteren Gesprächen sei vereinzelt auf Klassenbucheinträge verwiesen worden. Dabei habe es sich laut den Eltern oft um Vorfälle wie Plaudern, Lachen, Tratschen oder Scherzen gehandelt.

Direktor im Zentrum der Kritik

Mehrere Eltern berichten laut "Kleine Zeitung" außerdem von einem rauen Umgangston. Eine Mutter schildert in der Tageszeitung ein Gespräch mit Direktor Alfred Tieber: "Mein Sohn entspreche nicht der 'Excellence', nicht den Anforderungen dieser Schule, sagte er mir." Der Direktor reagierte laut dem Bericht auf wiederholte Anfragen nicht.

Eltern kritisieren zudem, dass die Schule einerseits soziale Kompetenz vermitteln wolle, andererseits aber von einem Umgang berichtet werde, der bei Kindern und Eltern Angst auslöse.

Vorwürfe werden geprüft

Der Schulerhalter kündigt nun eine umfassende Aufarbeitung an. Kurator Christian Schweinzer erklärt in der "Kleinen Zeitung": "Wir sind momentan dran, das Ganze intensivst aufzuarbeiten. Wir prüfen jeglichen Vorwurf und planen, eine externe Person dazuzuholen."

Zudem betont er: "Meine Aufgabe ist es alle Sichtweisen anzuschauen und dann aufgrund dieser Fakten weiter vorzugehen."

Auch die Bildungsdirektion Steiermark befasst sich inzwischen mit den Vorwürfen. Aus dem Büro von Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner heißt zur Tageszeitung es: "Die erhobenen Anschuldigungen werden sehr ernst genommen. Die Leiterin der Außenstelle Bildungsregion Südoststeiermark wurde mit der Prüfung beauftragt."

Viele betroffene Eltern hoffen nun auf eine unabhängige Aufarbeitung. Eine Mutter sagt: "Mein Sohn hat geweint, als ich ihm den Brief gezeigt habe. Wir wollen, dass das untersucht wird und er diesen Stempel eines 'Von-der-Schule-Geworfenen' verliert."

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