Ein Erdbeben der Stärke 6,2 nach Richter hat in der Nacht auf Mittwoch Mittelitalien erschüttert. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, es sind auch Todesopfer zu beklagen.
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 nach Richter hat in der Nacht auf Mittwoch Mittelitalien erschüttert. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, immer mehr Todesopfer sind zu beklagen.
Das Epizentrum des Bebens um 3.30 Uhr lag in zehn Kilometern Tiefe bei Accumoli in der Provinz Rieti südöstlich der Stadt Norcia. Auch im 170 Kilometer entfernten Rom bebten etwa zwanzig Sekunden lang die Häuser. Eine Stunde später folgte ein Nachbeben der Stärke 5,5, später ein weiteres.
Im Zentrum Italiens sind immer mehr Todesopfer zu beklagen. Zu Mittag sprach man von rund 37 Toten. Die meisten Menschen starben in den Orten Accumoli, Arquata de Tronto (Region Marken) und Amatrice.
Aus Angst vor weiteren Erschütterungen verbrachten viele Italiener die Nacht in Pyjama und in Decken gehüllt auf der Straße.
"Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr"
Schwere Schäden wurden auch in der Provinz Rieti verzeichnet. Die Kleinstadt Amatrice in Umbrien stürzte teilweise ein."Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr", berichtete Sergio Pirozzi, Bürgermeister der 2.700-Seelen-Gemeinde gegenüber "RaiNews24".
Unmittelbar nach dem Beben herrschten chaotische Zustände. Menschen sind in ihren Häusern eingeschlossen, teilweise unter Trümmern begraben. Die Straßen sind zum Teil nicht befahrbar. Auch Krankenhäuser und Seniorenheime wurden beschädigt, Patienten und Bewohner müssen vorübergehend woanders untergebracht werden.
Erinnerungen an das schwere Erdbeben im Jahr 2009 in der Region L'Aquila werden wach. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben.
Videos zeigen das Ausmaß der Katastrophe: