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Schwules Paar bei Wiener Fest mit Rotwein angeschüttet

Im achten Wiener Bezirk wurde ein schwules Paar beschimpft und angegriffen, weil es kuschelnd auf der Tanzfläche stand. 

Amra Duric
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Auf Facebook machte Emir Dizdarević, Bezirksrat Josefstadt (Grüne) den Vorfall öffentlich.
Auf Facebook machte Emir Dizdarević, Bezirksrat Josefstadt (Grüne) den Vorfall öffentlich.
Karo Pernegger

Das Josefstädterstraßenfest fand heuer am 17. September unter dem gegenderten Titel "Josef:ine" im achten Wiener Bezirk statt. Mit Live-Musik, Workshops und kulinarischen Schmankerln wurde gefeiert. Doch wie jetzt bekannt wurde, lief am Fest nicht alles harmonisch ab. "Es gab einen homophoben Angriff auf ein schwules Paar", erklärte nun Emir Dizdarević, Bezirksrat Josefstadt (Grüne).

Awareness Teams bei Veranstaltungen gefordert

Das Paar soll laut Dizdarević von drei Männern verbal beschimpft und mit Rotwein angeschüttet worden sein, als es kuschelnd auf der Tanzfläche stand. "Hass und Hetze haben in der Regenbogenstadt Wien nichts verloren, besonders nicht im Regenbogenbezirk Josefstadt", betont Dizdarević in einem Facebook-Posting. Deshalb hat man nun gemeinsam mit den Grünen Josefstadt einen Antrag beim zuständigen Stadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) eingebracht. Gefordert wird, dass künftig Awareness Teams Veranstaltungen in der Josefstadt begleiten.

"Awareness Teams sind ein erprobtes Mittel, um sanft in das Zusammenleben im öffentlichen Raum einzugreifen und soziale Spannungen zu vermindern. Zudem bieten sie für Betroffene Anlaufstellen, wie etwa bei Hass und Hetze. Menschen fühlen sich damit einfach nicht allein gelassen. Das haben bereits die Awareness Teams bewiesen, die von Mai bis Juli am Karlsplatz im Einsatz waren. Nun gibt es sie aber nicht mehr. Gerade aber wegen COVID wird der öffentliche Raum zunehmend wichtiger, weshalb es nun neue Konzepte braucht", so Dizdarević.

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