Hollywood-Star Sean Penn ist nach seinem am Wochende bekanntgewordenen Treffen mit Joaquín "El Chapo" Gúzman äußerst scharf kritisiert worden. Ein Sprecher des Weißen Haus nannte die Art, wie der bis vergangenen Freitag auf der Flucht befindliche Drogenbaron mit seinen Verbrechen geprahlt hatte, "unerträglich". Dabei war es anscheinend Penn, der mit seinem Treffen die Ermittler auf die Spur des Gangsters brachte.
Read Sean Penn's account of his secret visit with El Chapo, before the drug lord's recapture
— Rolling Stone (@RollingStone)
Hollywood-Star ist nach seinem am Wochende bekanntgewordenen Treffen mit Joaquín "El Chapo" Gúzman äußerst scharf kritisiert worden. Ein Sprecher des Weißen Haus nannte die Art, wie der bis vergangenen Freitag auf der Flucht befindliche Drogenbaron mit seinen Verbrechen geprahlt hatte, "unerträglich". Dabei war es anscheinend Penn, der mit seinem Treffen die Ermittler auf die Spur des Gangsters brachte.
Anfang Oktober hatte sich Sean Penn mit Guzmán auf einer Lichtung im mexikanischen Regenwald getroffen. In einer streng geheimgehaltenen Aktion für das "Rolling Stone"-Magazin wurde das Treffen für den Schauspieler von dem mexikanischen TV-Star Kate de Castillo organisiert.
In dem als Video veröffentlichten Interview erzählt Guzmán von seinem Aufstieg zu einem der größten Drogenbosse der Welt. "Ich liefere mehr Heroin, Methamphetamin, Kokain und Marihuana als irgend jemand sonst in der Welt", sagte er. Die mexikanischen Behörden wussten laut eigenen Angaben von dem Treffen und konnten Guzmán so auch orten und schließlich festnehmen.
Scharfe Kritik
In den USA erfährt Penn nun scharfe Kritik. Denis McDonough, ein Sprecher von Präsident Obama, meinte, dass das "sogenannte Interview einige interessante Fragen" aufwerfe. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Marco Rubio fand es grotesk, dass Penn, der seine Karriere den USA verdankt, sich "bei einem Verbrecher und Drogenhändler einschleimte".
Sowohl Penn als auch seine mexikanische Kollegin de Castillo sollen laut Ermittlerkreisen noch vernommen werden. Es sei allerdings unklar, ob sie mit ihrem Treffen und dem Interview gegen Gesetze verstoßen haben.
Haft in den USA
Kurz nach der Verhaftung von Guzmán wurde auch das Auslieferungsverfahren an die USA eröffnet. Da gegen ihn auch dort einige Anklagepunkte vorliegen, will man den Prozess in den Vereinigten Staaten führen. Eine Haft in einem amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis soll minimieren.