Außenminister Sebastian Kurz plant während Österreichs EU-Ratsvorsitz im zweiten Halbjahr 2018 einen "Kurswechsel für Europa".
Kurz hat Europaexperten damit beauftragt, Vorschläge für diesen Kurswechsel im Jahr 2018 auszuarbeiten. Er plant eine Hauptstadttour durch Europa und eine Konferenz zum Abschluss des Ratsvorsitzes in Wien.
Der EU-Austritt Großbritanniens soll in die Zeit des rot-weiß-roten Vorsitzes fallen, das sei "eine Chance für eine Reform der EU". Die EU solle nicht die gleiche bleiben, sondern die Chance für einen Kurswechsel nutzen", hieß es aus dem Kurz-Umfeld. Dieser Kurswechsel solle in den Bereichen Migrationskrise, Überschuldung und Vertrauenskrise erfolgen.
Es handle sich nicht um einen Alleingang, man werde sich eng mit Bundeskanzler Christian Kern und der Bundesregierung abstimmen und die ausgearbeiteten Vorschläge der Regierung unterbreiten.