In der idyllischen Gemeinde St. Gilgen im Salzkammergut wurde der mutmaßliche Babykost-Giftmischer, ein ehemaliger Manager des Herstellers Hipp, nach seiner Festnahme in einem Supermarkt stundenlang von Ermittlern befragt.
Die Einvernahme, die exakt um 09:51 Uhr begann, dauerte mehr als sechs Stunden und füllte fast 80 Seiten Protokoll. Zu Beginn ging es um den beruflichen Werdegang des Verdächtigen sowie um seine gescheiterte Beziehung zur Mutter seiner drei Kinder.
Wie die "Krone" berichtet, blieb der Ex-Manager während des gesamten Verhörs gefasst und zeigte keine Reue. Selbst emotionale Appelle der Kriminalisten, die an die Gefühle betroffener Eltern erinnerten, ließen ihn unberührt. Lediglich zum Vorwurf der Fälschung von Gehaltszetteln für einen Kredit zum Grundkauf zeigte er sich geständig. "Ich bin nicht heilig", so der Verdächtige.
Statt eines Geständnisses reagierte der Mann während der Einvernahme wiederholt mit Lachen. Die Ermittler versuchten, ihn mit eindringlichen Worten zum Reden zu bewegen, doch vergeblich.
Auch für den Fund von Rattengift tischte der 39-Jährige den Ermittlern eine kuriose Erklärung auf. "Weil ich so viele Mäuse draußen habe. Sogar die Schnüre meiner Laufschuhe haben sie gefressen. Nicht jeder mit Rattengift verschickt Erpressermails", zitiert ihn die "Krone".
Der Fall rund um den Ex-Hipp-Manager sorgt weiterhin für großes Aufsehen. Die Ermittlungen dauern an.