Mega-Andrang am Semmering – jetzt greifen Security ein

Massen-Andrang: Mit einem Megaphon ist das Sicherheitspersonal unterwegs
Massen-Andrang: Mit einem Megaphon ist das Sicherheitspersonal unterwegsThomas Lenger
Heute wurde der Semmering erneut gestürmt: Viele Skifahrer, Rodler und Menschen in Sneakers tummelten sich am Berg. Zwei Rodelpisten wurden gesperrt.

Die Bilder von den Weihnachtsfeiertagen ("Heute" berichtete) sind noch lebhaft in Erinnerung, am heutigen Sonntag kam es erneut zu einem Massenandrang am Semmering, Sicherheitspersonal versuchte mit Megaphonen die Menschen zu instruieren und dirigieren.

Gäste in Sneakers

"Es sind viele Skifahrer unterwegs, die sind aber großteils diszipliniert, haben MNS-Masken. Beim Rodelverleih herrscht Andrang, die Rodelfahrer zeigen leider weniger Disziplin", berichtet Thomas Lenger für "Heute" am Sonntag um 13.30 Uhr  vom Semmering. Augenscheinlich: "Es tummeln sich auch viele Nicht-Wintersportler herum. Menschen in Sneakers und Halbschuhen rennen quer durcheinander", so Lenger weiter.

Laut Sicherheitspersonal habe man die Situation aber im Griff, ein Bediensteter steht mit einem Megaphon mitten in der Menge und brüllt regelmäßig hinein: "Abstand halten, bitte einen Meter Abstand halten - bitte halten Sie Abstand!"

Straße und 2 Pisten gesperrt

Semmerings Ortschef Hermann Doppelreiter um 14 Uhr zu "Heute": "Es ist ein enormer Zustrom an Erholungssuchenden. Das Parken und Wildparken entlang der Landesstraße ist weiterhin ein Hotspot. Für die Garantie der Sicherheit der Bevölkerung mussten wir zu Mittag die Hochstraße sperren." Auch der Bürgermeister spricht von recht disziplinierten Skifahrern (bei nicht voll ausgeschöpftem Kontingent, Anm.), aber weniger disziplinierten Rodelfahrern und Spaziergängern und anderen Gästen. 

"Daher mussten bis auf weiteres die Rodelwiesen Panhans und jene beim Soldatenfriedhof gesperrt werden. Am Hirschenkogel ist jedoch zum Beispiel Ski und Rodelfahren weiterhin problemlos möglich", berichtet Hermann Doppelreiter, der auf die zahlreichen Erholungsgebiete im Süden Niederösterreichs hinweist und so auf Entlastung hofft. "Wir haben unsere Gäste gern, aber es sind einfach sehr viele Wanderer, Spaziergänger unterwegs. Zum Beispiel in der Buckligen Welt oder im Föhrenwald ist reichlich Platz und es liegt sogar näher bei Wien bzw. beim Speckgürtel. Aber vermutlich fehlt den Leuten im Föhrenwald der Schnee, obwohl dieser für einen Wanderung überhaupt nicht notwendig ist", so Hermann Doppelreiter appellierend. 

Wildparker ein Problem

Nach Informationen von Markus Redl von der Taskforce „Sicher Skifahren in Niederösterreich“ ist die Situation bei der Bergbahn am Zauberberg in Ordnung. Auf den Pisten seien nicht mehr Personen unterwegs als es die Kontigentierung zuließe. "Allerdings gibt es wieder das Problem mit den Wildparkern, vor allem auf der Seite der Steiermark. Für uns ist wichtig, dass nur so viele Personen im Ort sind, wie es Stellplätz gibt, das kann aber nur funktionieren, wenn sich die Gäste nicht selbst die Parkplätze schaffen", meint der Bergbahnen-Geschäftsführer.

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