So viel weniger Geld bekommen 220.000 Arbeitslose jetzt

Die Turbulenzen am Arbeitsmarkt sind noch lange nicht vorbei. Nun herrscht Wirbel um die Notstandshilfe.
Die Turbulenzen am Arbeitsmarkt sind noch lange nicht vorbei. Nun herrscht Wirbel um die Notstandshilfe.picturedesk.com
Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl zeigt sich entrüstet, dass 220.000 Arbeitslose ab sofort weniger Geld bekommen. Sie fordert eine Erhöhung.

"Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass die Bundesregierung – konkret die Minister Kocher und Blümel – besonders von Armut bedrohte und betroffene Menschen einfach im Regen stehen lässt", so AK-Präsidentin Renate Anderl. Hintergrund ist, dass die Erhöhung der Notstandshilfe auf das Arbeitslosengeld mit Ende März ausgelaufen ist. Eine Verlängerung der Maßnahme wurde bisher nicht beschlossen, rund 220.000 Arbeitslose bekommen nun weniger Geld.

120 Euro weniger im Monat

"Einmal mehr bestätigt sich leider die im AK Gerechtigkeits-Check festgestellte Schieflage bei der Gewichtung der Hilfsmaßnahmen", so Anderl. Im Schnitt würden Betroffene laut Arbeiterkammer nun 120 Euro pro Monat wieder verlieren. "Das ist eine große Lücke, wenn man ohnehin schon monatelang mit weniger auskommen muss – weil das Arbeitslosengeld in Österreich viel zu niedrig ist", so Anderl.

"Muss für uns alle gelten"

40 Millionen Euro pro Monat würde eine Verlängerung kosten, bis Ende Juni wären es knapp über 110 Millionen Euro, so Anderl. Die Arbeiterkammer-Präsidentin verlangt nun, "das umgehend zu reparieren, die Notstandshilfe wieder aufzustocken, und zwar mindestens bis Ende Juni, und das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent des vorigen Einkommens anzuheben. Koste es was es wolle muss für alle gelten".

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