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Seit 7 Jahren vermisst – nun macht Polizei Grusel-Fund

2016 verschwand die Dorota scheinbar spurlos. Jetzt haben die Ermittler das Haus des Ehemannes erneut durchsucht und dort die Leiche gefunden.
29.08.2023, 22:26
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Rund sieben Jahre nach dem Verschwinden der damals 29 Jahre alten Dorota G. in Nordrhein-Westfalen ist Polizei und Staatsanwaltschaft ein Ermittlungserfolg gelungen. Die Beamten fanden den Leichnam der Frau bei der Durchsuchung eines Hauses des 41-jährigen Ehemannes der Getöteten, wie eine Sprecherin der Aachener Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte. Der Mann wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Ehemann soll Dorota 2016 erwürgt haben

Der 41-Jährige steht demnach in dringendem Tatverdacht, seine Ehefrau in Süsterseel im Kreis Heinsberg im Oktober 2016 heimtückisch erwürgt und die Leiche versteckt zu haben. Der Mann gab damals an, seine Frau habe das Haus verlassen und sei nicht zurückgekehrt.

Der Verdacht fiel demnach bereits damals auf den Ehemann. Bislang konnte ihm jedoch nichts nachgewiesen werden. "Wir haben nie aufgehört zu ermitteln und sind jedem Hinweis nachgegangen", betonte eine Sprecherin.

Chat brach nach Dessous-Fotos ab

Jetzt ist klar, was wirklich passierte: Wie Michael Fritsch-Hörmann, Leiter der Mordkommission, gegenüber der "Bild"-Zeitung sagt, hatte Dorota am Abend vor ihrem Verschwinden Fotos an ihren neuen Freund in den Niederlanden geschickt. Daraufhin seien die Chats plötzlich abgebrochen. "Der neue Freund versuchte vergeblich, Dorota per Telefon zu erreichen."

Der heute 41-jährige Ehemann soll die Frau an diesem Abend laut der Mordkommission erwürgt haben. Als Dorota G. im Jahr 2016 verschwand, sagte der Mann gegenüber der Polizei aus, dass sie nach einem Streit das Haus verlassen habe.

Eines der wesentlichen Indizien war demnach, dass der Mann trotz finanzieller Probleme ein weiteres Haus in Geilenkirchen im Kreis Heinsberg anmietete, ohne das Haus in Süsterseel zu kündigen. Dies habe zusammen mit weiteren Indizien den Verdacht gegen den Mann erhärtet.

Leiche im Dachstock aufbewahrt

Bei der Durchsuchung des Hauses in Geilenkirchen am Dienstag vergangener Woche konnten Beamte die Leiche der Frau schließlich finden. Die Überreste befanden sich in einem Schuppen auf dem Grundstück des Hauses. Auf dem Dachstock fanden die Ermittler währenddessen einen großen Fleck, wo der Sack mit Dorotas Leiche gelegen haben soll.

Das Haus des Ehemannes wurde nach dem Verschwinden der damals 29-Jährigen erfolglos durchsucht. Wann die sterblichen Überreste von Dorota aber wieder ins Haus gebracht wurden und wo der Ehemann diese während der ersten Durchsuchung aufbewahrte, ist unklar.

Gemeinsamer Sohn unter Schock

Ein gemeinsamer Sohn kam nach der Festnahme des 41-Jährigen in die Obhut des Jugendamts. Zuvor hatte er beim tatverdächtigen Vater gewohnt. "Wir haben ihn dem Jugendamt in Geilenkirchen anvertraut. Wir hoffen sehr, dass er den Schock überwindet", so der Leiter der Mordkommission.

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