Wieso steht "Inschallah" im Duden?

Unter "I" findet man tatsächlich den arabischen Begriff. Jedoch nicht erst seit kurzem.
Unter "I" findet man tatsächlich den arabischen Begriff. Jedoch nicht erst seit kurzem.Bild: heute.at
Aktuell werden häufig die I-Seiten des Duden durchgeblättert. Denn alle sind auf der Suche nach einem bestimmten Wort. Dabei ist das gar nicht mal so neu.
"Inschallah ist nun offiziell ein deutsches Wort", titeln derzeit unzählige türkische Medien. Auch einige englischsprachige Zeitungen sind mittlerweile auf den Zug aufgesprungen. Der Grund: Das Wort soll seit kurzem im Duden aufgenommen worden sein. Dabei handelt es sich um eine arabische Redewendung. "In scha' Allah" bedeutet so viel wie, "so Gott will". Und das kann tatsächlich jeder im Duden nachlesen. Nach "Heute.at"-Recherche nicht erst seit kurzem....

...denn das Wort befindet sich bereits seit 1942 im deutschsprachigen Wörterbuch. Allerdings in folgender Schreibweise: "Inschallah". Die Berichte "stimmen nicht so ganz", heißt es deshalb seitens Duden.

Nur eine Theorie



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Frage, die sich aber noch viel mehr stellt: Wieso steht das Wort denn eigentlich im Wörterbuch? Duden-Pressesprecherin Nicole Weiffen gestand gegenüber "heute.at": "Ich kann es Ihnen nicht sagen". Sie wisse es einfach nicht. Weiffen erklärte aber, wie es dazu kommt, dass ein Wort überhaupt im Duden auftaucht. Ein wichtiges Kriterium: Das Wort muss in einer gewissen Häufigkeit auftreten. Und das auch über einen längeren Zeitraum hinweg. "Ich vermute auch, dass das in der damaligen Zeit so war", meint Weiffen.

Wurde also "In scha' Allah" in den 40ern so häufig verwendet? Die Duden-Experten nimmt an, dass das Wort besonders oft in der Literatur auftrat. Als Beispiel erwähnt sie Karl May, der "Inschallah" in der Schreibweise in seinen Werken nutzte. "Das ist aber nur eine Theorie", betont die Pressesprecherin.

Selten kommt die Trennung



Von Wörtern, die schon einmal im Duden stehen, trennt man sich danach sowieso nur ungern. Deshalb achtet man darauf, dass ein Wort so lange wie möglich im Wörterbuch dokumentiert bleibt. Jedoch kommt es dennoch vor, dass es manchmal nicht anders geht. Wörter wie Federbüchse, Fagöttchen und Nebelbild findet man nicht mehr im Duden. Der einfache Grund: veraltet.



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