Selbst CSU-Chef Söder erwartet nun die Ampel-Koalition

Deutschland hat gewählt. Selbst CSU-Chef Markus Söder scheint nun davon auszugehen, dass es im Land zu einer Ampel-Koalition kommen wird.

Im Anschluss an eine Parteisitzung hat sich in Deutschland der Vorsteher der CSU, Markus Söder, pessimistisch gezeigt, was die Chancen angeht, dass seine Partei zusammen mit der CDU in einer neuen Regierung eine Führungsrolle einnehmen kann. "Die besten Chancen, Kanzler zu werden, hat derzeit Olaf Scholz – eindeutig", erklärte Söder laut "Focus Online".

Der bayrische Spitzenpolitiker gratulierte dem SPD-Mann ausdrücklich zu seinem Wahlergebnis. Das Nachrichtenmagazin will zudem Interna aus der Sitzung in Erfahrung gebracht haben, wonach Söder "das Handtuch geschmissen" haben soll, was die Chancen einer Jamaika-Koalition unter Führung der Union angeht. Die Zeichen dürften also noch etwas deutlicher in Richtung einer Ampel-Koalition stehen.

CDU-Chef Sack tritt zurück

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Vorsitzender Michael Sack hat als Reaktion auf das historisch schlechte Wahlergebnis sein Amt niedergelegt. Er werde auch sein Landtagsmandat nicht annehmen, erklärte Sack bereits am Montag in Schwerin. Für das Ergebnis von nur 13,3 Prozent für die CDU übernehme er die Verantwortung.

Der unterlegene Scholz-Rivale Armin Laschet bemüht sich indes weiter darum, eine Mehrheit im Bundestag hinter sich zu bekommen. Laschet erklärte, dass er weiterhin Sondierungen über die Bildung einer neuen Regierung anstrebe. Vorstand und Präsidium der CDU seien sich einig, "dass wir zu Gesprächen für eine sogenannte Jamaika-Koalition bereit stehen", sagte der CDU-Chef nach Beratungen der Spitzengremien am Montag in Berlin. 

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