Politik

Selbstanzeigen wegen Steuerdelikten gestiegen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:46

Die Anzahl der Selbstanzeigen bei nicht ordnungsgemäßer Versteuerung des eigenen Vermögens hat deutlich zugenommen. Laut Finanzministerium meldeten sich im Vorjahr mehr als 7.155 Steuerpflichtige, das entspricht einem Anstieg von fast elf Prozent gegenüber 2012 (6.452 Fälle).

hat deutlich zugenommen. Laut Finanzministerium meldeten sich im Vorjahr mehr als 7.155 Steuerpflichtige, das entspricht einem Anstieg von fast elf Prozent gegenüber 2012 (6.452 Fälle).

Zusätzlich erstatteten weitere 4.101 Österreicher wegen des Steuerabkommens mit der Schweiz Selbstanzeige (im Jahr 2012 waren es 425), so die "Salzburger Nachrichten" (Mittwochausgabe). Wie viel hier durch die Nachversteuerung für den Staat herausschaut, lässt sich laut Finanzministerium noch nicht sagen.

Dazu kommen noch jene rund 19.000 Österreicher, die ihre in der Schweiz gebunkerten Vermögen von insgesamt 5,5 Mrd. Euro zwar offengelegt haben, aber weiter anonym bleiben wollen.

Widerstand gegen zu niedrige Strafen

Inzwischen mehrt sich der Widerstand gegen angeblich zu niedrige Strafzahlungen für Steuersünder. Die Pönalen müssten viel höher sein", sagt der grüne Finanzsprecher Werner Kogler dem "Standard". Er fordert bei Selbstanzeigen eine Strafzahlung in der Höhe von mindestens 50 Prozent des hinterzogenen Betrags. Für eine Verschärfung plädiert auch der Steuerrechtler Werner Doralt: "Ein höherer Zinssatz wäre absolut gerechtfertigt."

In der SPÖ reagiert man zurückhaltend: Über verschärfte Regeln nachzudenken sei "legitim", heißt es aus dem Büro von Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl, dies stehe aber nicht im Regierungsprogramm. "Es gibt bereits gute und strenge Regeln", lautet der Kommentar aus dem Büro von Finanzminister Michael Spindelegger zur Zeitung.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen