Selbstmordanschlag in Beirut fordert 24 Tote

Bei einem Doppelanschlag vor der iranischen Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach neuen offiziellen Angaben mindestens 24 Personen getötet worden. Zu dem Bombenanschlag hat sich eine Islamistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida bekannt.

Bei einem Doppelanschlag vor der iranischen Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach neuen offiziellen Angaben mindestens 24 Personen getötet worden. Zu dem Bombenanschlag hat sich eine Islamistengruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida bekannt.

Laut dem stellvertretenden libanesischen Gesundheitsminister wurden bei der Explosion 146 Personen verletzt. Unter den Toten befindet sich auch der Kulturattaché der Botschaft, wie ein Regierungsbeamter am Dienstag mitteilte.

Der Anschlag sei von zwei Selbstmordattentätern verübt worden, erklärte ein Vertreter der Abdallah-Assam-Brigaden am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. "Es handelt sich um einen Doppelanschlag, für den zwei unserer Helden, Sunniten aus dem Libanon, zu Märtyrern geworden sind", fügte Sirajaddin Sreikat hinzu. Die Gruppe wird dem Al-Kaida-Netzwerk zugerechnet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen waren vor dem Botschaftsgebäude kurz nacheinander ein Motorrad und ein Auto explodiert.

An der diplomatischen Vertretung hatte es zwei Explosionen gegeben, durch die nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens sechs Gebäude auf dem Botschaftsgelände beschädigt wurden. Auf TV-Bildern waren verkohlte Leichen zu sehen, aus Fahrzeugen stieg Rauch auf.

Iran beschuldigt Israel

Der Iran machte Israel für den Anschlag verantwortlich. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Teheran sagte, der Anschlag sei "ein unmenschliches und boshaftes Verbrechen", das "von Zionisten und ihren Söldnern" verübt worden sei. Damit versucht der Iran offensichtlich, von seiner massiven Unterstützung für das syrische Regime abzulenken, die der wahre Hintergrund für den Anschlag ist.

Syrien weist Verantwortung von sich

Damaskus wies jegliche Verantwortung für die Attentate von sich. Ohne Länder wie Saudi-Arabien und Katar namentlich zu erwähnen, machte die Assad-Regierung die Golfstaaten, die im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen unterstützen, für den Anschlag verantwortlich. Allen Anschlägen, die in Syrien, im Libanon und im Irak verübt würden, hafte der "Geruch der Petrodollar" an, hieß es im syrischen Fernsehen.

Der Anschlag ereignete sich einen Tag bevor Iran und die sogenannten wieder aufnehmen. Zuletzt hatten sich beide Seiten im Nuklearkonflikt angenähert.

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