Luftalarm

Selenskyj fordert mehr Munition für Luftverteidigung

Angesichts anhaltender Angriffe auf das Stromnetz bittet Selenskyj um mehr Luftabwehr, während Kiew weiter unter Stromausfällen leidet.
Newsdesk Heute
25.01.2026, 13:00
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verbündeten seines Landes dazu aufgerufen, noch mehr Munition für die Luftabwehr bereitzustellen. Es würden "jeden Tag Raketen für Luftverteidigungssysteme benötigt", sagte Selenskyj am Sonntag, als er in der litauischen Hauptstadt Vilnius angekommen ist. Die Ukraine arbeite weiterhin mit den USA und Europa zusammen, "um einen besseren Schutz unseres Luftraums zu gewährleisten".

"Allein in dieser Woche haben die Russen mehr als 1700 Angriffsdrohnen, mehr als 1380 Lenkbomben und 69 Raketen verschiedener Typen abgefeuert", sagte Selenskyj. Der ukrainische Präsident ist in Litauen, um an den Gedenkfeiern zum Aufstand von 1863 teilzunehmen, der damals gegen das russische Kaiserreich gerichtet war.

Russland greift die Kraftwerke und das Stromnetz der Ukraine in seinem seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg fast ohne Pause an. Dadurch sind derzeit hunderttausende Ukrainer mitten im Winter ohne Strom und Heizung. In der vergangenen Woche hat Selenskyj deshalb den Notstand für den Energiesektor ausgerufen.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die besonders oft Ziel russischer Angriffe ist, ist die Lage extrem schwierig. Rund eine halbe Million Menschen haben die Stadt bisher verlassen. Nach den russischen Angriffen am Samstag seien 1676 Hochhäuser ohne Heizung, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.

Teams arbeiten Tag und Nacht daran, die Heizung und Stromversorgung wiederherzustellen, aber die Kälte und neue Luftangriffe machen das sehr schwer.

Am Samstag hat in Abu Dhabi eine erste Runde direkter Verhandlungen zwischen Delegationen der Ukraine, Russlands und der USA über einen Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs stattgefunden – allerdings ohne sichtbare Fortschritte. Selenskyj bezeichnete die Gespräche trotzdem als "konstruktiv" und erklärte, dass beide Seiten zugestimmt hätten, sich in der kommenden Woche erneut in Abu Dhabi zu treffen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.01.2026, 14:29, 25.01.2026, 13:00
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