Bei klirrender Kälte

Zehntausende in der Ukraine nach Angriff ohne Strom

Russische Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung führen zu Stromausfällen bei klirrender Kälte und Energie-Notstand im ganzen Land.
Newsdesk Heute
17.01.2026, 22:46
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Nach erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung ist bei 56.000 Familien in der Region Butscha der Strom ausgefallen. Wie das ukrainische Energieministerium am Samstag meldete, waren die Ausfälle bei eisiger Kälte vor allem Menschen in Butscha nahe der Hauptstadt Kiew betroffen. Wegen "anhaltender massiver Angriffe" sei aber im ganzen Land der Energie-Notstand ausgerufen worden. Auch im Süden, rund um Odessa, gab es Stromausfälle.

In mehreren Regionen sei "wegen der Überlastung der Anlagen durch den hohen Verbrauch während der Kälteperiode" der Strom abgeschaltet worden, erklärte das Ministerium weiter. Auch der Gasversorger Naftogaz berichtete von russischen Angriffen auf seine Anlagen in der Nacht auf Samstag.

Die russischen Streitkräfte meldeten unterdessen die Einnahme von zwei Dörfern in den ukrainischen Regionen Donezk und Saporischschja.

Energie-Notstand ausgerufen

Am Freitag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, gab die Schließung aller Schulen in der Hauptstadt bis Anfang Februar bekannt.

Russland greift seit Monaten gezielt die ukrainische Energieversorgung an und hat bereits ganze Städte in Dunkelheit und Kälte gestürzt. Viele Menschen können nur selten oder gar nicht heizen. Neben Kiew sind auch andere Städte betroffen. Am Donnerstagabend waren laut Präsident Selenskyj nach einem russischen Luftangriff 440.000 Menschen in der Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ohne Strom.

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