Ukraine unter Druck

Selenskyj: "Ohne USA sind wir verloren"

Der ukrainische Präsident zeigt sich tief besorgt über eine mögliche Annäherung der USA an Russland und spricht von Kapitulationsdruck.
19.10.2026, 09:20
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Wolodymyr Selenskyj hat sich in Interviews äußerst besorgt über die jüngsten Schritte von US-Präsident Donald Trump geäußert.

"Sollten sich die USA an die Seite Russlands stellen, können wir nicht überdauern", sagte der ukrainische Staatschef.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ein Entzug der bisherigen US-Unterstützung für die Ukraine wäre "ein historischer Fehler, eine große Tragödie", so Selenskyj weiter. Er fühle sich von Washington unter Druck gesetzt.

"Ich glaube, es wurden Schritte unternommen, um die Ukraine zur Kapitulation zu überreden", erklärte er, wie n-tv berichtet. Er wolle aber nicht glauben, dass die amerikanischen Partner den Krieg auf Kosten der Ukraine beenden wollten.

Starlink-Netz eingeschränkt

Selenskyj beklagte zudem Behinderungen der ukrainischen Kriegsführung durch die USA. Die bisherige Nutzung des Starlink-Satellitennetzes sei eingeschränkt worden. "Das gibt den russischen Aggressoren weitere Unterstützung", kritisierte der Präsident.

Auch der Austausch von Aufklärungsergebnissen war zeitweise blockiert. Die Frühwarndaten für ballistische Raketen seien drei Tage lang nicht übermittelt worden. "Inzwischen klappt das wieder", so Selenskyj.

Hoffnung auf Zeit nach den Midtermwahlen

Zu Trumps Kritik an seiner Person wollte sich der ukrainische Präsident nicht direkt äußern. Er betonte aber: "Wir können nicht applaudieren, wenn sich jemand gegen die Ukraine wendet." Putin sei "ein Killer".

Selenskyj hofft auf eine Verbesserung der Beziehungen nach den US-Zwischenwahlen. "Jetzt herrscht Agonie, aber nach den Wahlen geht das Leben weiter, und ich glaube, es wird dann ruhiger", sagte er.

red, 19.10.2026, 09:20