Sieg nachträglich aberkannt

Senegal will Trophäe vom Africa-Cup präsentieren

Die kuriose Geschichte des diesjährigen Afrika-Cups geht weiter! Obwohl dem Senegal der Sieg aberkannt wurde, will das Land den Pokal präsentieren.
Sport Heute
26.03.2026, 18:15
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Senegals Fußballer wollen ungeachtet der nachträglichen Aberkennung vor ihrem anstehenden Länderspiel in Paris die Trophäe des Afrika-Cups präsentieren. Im Vorfeld des Testspiels gegen Peru am Samstag (17.00 Uhr) im Stade de France ist eine offizielle Vorstellung der Trophäe vorgesehen. Kurios: Offensichtlich muss der Pokal nicht zurückgegeben werden.

Rechtlich gesehen keine Rückgabe-Pflicht

Die Präsentation ist Teil einer zweistündigen Zeremonie vor dem Anpfiff. Laut Ablauf sind unter anderem Showeinlagen vorgesehen, ehe der Pokal offiziell gezeigt werden soll. Der Verband nutzt den Auftritt, obwohl der Kontinentalverband CAF Senegal den Titel aberkannt und Marokko nachträglich zum Sieger erklärt hat.

Verbandspräsident Abdoulaye Fall sprach am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Paris von einem "administrativen Raubüberfall, dem gröbsten in der Geschichte unseres Sports". Zugleich kündigte er an: "Senegal weigert sich, das als gegeben hinzunehmen." Ein Anwalt des senegalesischen Verbandes erklärte zudem, es gebe keine Entscheidung, die zur Rückgabe von Medaillen oder der Trophäe verpflichte, die Verbandsseite kündigte eine Korruptionsbeschwerde gegen mehrere Personen an.

Einspruch beim Sportgerichtshof eingelegt

Senegal hatte das Finale ursprünglich gewonnen, nachdem das Team zwischenzeitlich aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung den Platz verlassen hatte. Die CAF wertete die Partie in der Vorwoche als Niederlage und gab einer Berufung Marokkos statt. Der senegalesische Verband legte daraufhin am Mittwoch offiziell Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS ein.

Neue ÖFB-Gesichter: Risiko fürs Teamgefüge?

Der CAS möchte eine möglichst zeitnahe, aber sorgfältige Entscheidung treffen. "Wir verstehen, dass Teams und Fans gespannt auf die endgültige Entscheidung warten, und wir werden sicherstellen, dass das Schiedsverfahren so zügig wie möglich durchgeführt wird, wobei das Recht aller Parteien auf ein faires Verfahren gewahrt bleibt", sagte CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb.

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