In den Haushalten Österreichs wird derzeit jeder Cent umgedreht. Lebensmittel, Strom und Gas sowie Sprit und auch Wohnen – alles wird immer teurer. Die Inflation ist auf einem Rekordhoch, schoss laut einer Schnell-Kalkulation der Statistik Austria erstmals seit 70 Jahren in den zweistelligen Bereich.
Am schlimmsten ist die Situation für sozial schwache Pensionisten – sie sind die absoluten Verlierer der Teuerungs-Krise.
Um dieser Gesellschaftsgruppe eine Freude zu machen, hat sich die Badener Stadtregierung jetzt eine Kleinigkeit überlegt: Jedes Jahr werden armutsgefährdete Senioren zu Weihnachten zu einem Festkonzert eingeladen, verbunden ist die kulturelle Abwechslung auch mit Einkaufsgutscheinen im Wert von 30 Euro als kleines Weihnachtsgeschenk.
Aufgrund der starken Teuerungen will man den Gutschein-Wert heuer erhöhen. Das beschloss der Gemeinderat jetzt einstimmig. "Die Höhe der Weihnachtsgutscheine, die in Badener Geschäften eingelöst werden können, wird von 30 Euro auf 60 Euro verdoppelt", verkündet Sozial-Stadträtin Angela Stöckl-Wolkerstorfer.
„"Die Höhe der Weihnachtsgutscheine, die in Badener Geschäften eingelöst werden können, wird von 30 Euro auf 60 Euro verdoppelt."“
Dass Gemeinden sich jetzt eilig überlegen, wie sie ihren Bürgern finanziell unter die Arme greifen können, ist nicht nur in Baden so. Denn: Die angekündigten oder bereits gewährten Boni der Regierung reichen oftmals nicht aus.
In Altlengbach im Bezirk St. Pölten-Land verdoppelte die Gemeinde kurzerhand den Heizkosten-Zuschuss, auch in Neunkirchen will man mit Gutscheinen im Wert von 200 Euro helfen – "Heute" berichtete hier.
In Klosterneuburg wird bereits seit zehn Jahren ein Energiekosten-Zuschuss gewährt, der regelmäßig angepasst wird. "Insbesondere auch diese Saison", verspricht Finanz-Stadtrat Konrad Eckl (ÖVP) im "Heute"-Gespräch. Menschen, die akut in Not geraten, werden zudem über einen Sozialfonds finanziell unterstützt.
Dass insbesondere Mindestpensionisten das Wasser schon bis zum Hals steht, berichtet auch die Caritas. Viele Betroffene würden sich bei der Hilfsorganisation melden, weil sie die Energie-Jahresabrechnungen nicht stemmen können – alles dazu hier.