Der FC Thun hat sich als Aufsteiger sensationell zum Meister gekrönt. Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli sicherte sich erstmals in der 128-jährigen Vereinsgeschichte den wichtigsten Titel in der Schweiz.
Schützenhilfe leistete Sion, das Thuns ärgsten Konkurrenten St. Gallen am Sonntag 3:0 besiegte und endgültig aus dem Rennen nahm.
Thun war 2025 nach fünf Jahren Abwesenheit ins Oberhaus zurückgekehrt. Eine Meisterprämie wurde nicht ausgehandelt. "Wir dachten, es wäre schon unverschämt, ein Ziel unter den ersten Sechs zu definieren", sagte Präsident Andres Gerber.
Ein Teil des Titels gebührt auch Furkan Dursun. Der 21-jährige ÖFB-Stürmer kam im Winter von Rapid, steuerte in zehn Partien ein Tor und einen Assist bei. Der Vertrag des grün-weißen Eigengewächses, das für die Hütteldorfer 16 Mal zum Einsatz kam, läuft bis 2029.
Für Thun ist der Meistertitel Balsam auf der Seele – der Verein war bislang eher für Negativschlagzeilen bekannt. 2007 etwa waren mehrere Spieler in einen Sexskandal verwickelt, 2016 ging der Klub fast in Konkurs. Seither sammelt der von Fans geführte Verein "Härzbluet" jedes Jahr Spenden, 1,6 Millionen Euro sind es umgerechnet schon.