90 Millionen Jahre alt

Sensationsfund: Mini-Dino in Japan entdeckt

Forscher haben ein Brustbeinfragment aus Fukushima analysiert – es stammt von einem etwa drei Meter langen Pflanzenfresser aus der Kreidezeit.
Heute Life
14.09.2026, 16:47
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Ein bereits 1999 entdecktes Fossil aus der japanischen Präfektur Fukushima entpuppt sich nach jahrzehntelanger Analyse als Überrest eines vergleichsweise kleinen pflanzenfressenden Dinosauriers. Das Tier gehörte zur Gruppe der Iguanodontier und war wahrscheinlich rund drei Meter lang.

Das Fundstück ist ein 10,84 Zentimeter langes Stück eines Brustbeins, das im Iwaki City Ammonite Center von zwei Anwohnern gefunden wurde. Es stammt aus Ablagerungen, die vor etwa 90 bis 88 Millionen Jahren in einem flachen Meeresbereich entstanden.

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Forscher der University of Tsukuba haben das Fossil nun detailliert untersucht, heißt es auf scinexx.de. Sie identifizieren es als Brustbeinplatte eines Vertreters der Styracosterna – einer fortgeschrittenen Linie der pflanzenfressenden Dinosaurier.

Größenvielfalt an Japans Küste

Für die Größenschätzung verglichen die Wissenschaftler das Fragment mit ähnlichen Funden aus der Mongolei. So kamen sie auf eine Körperlänge von ungefähr drei Metern für das japanische Exemplar.

Der Fund erweitert das bekannte Größenspektrum der Dinosaurier aus oberkreidezeitlichen Schichten Japans erheblich. Bisher bekannte Exemplare aus solchen Ablagerungen stammten von deutlich größeren Tieren. Aus Japan ist zudem ein nahezu vollständiger Iguanodontier mit etwa acht Metern Länge bekannt.

Karte der Fundstelle in Fukushima mit Silhouette des etwa drei Meter langen Iguanodontiers und dem rund 10,8 Zentimeter langen Fragment seiner rechten Brustbeinplatte.
Paleontological Research

Einblick in urzeitliche Lebensräume

Das gemeinsame Vorkommen kleinerer und größerer Tiere in dieser geologischen Überlieferung deutet darauf hin, dass die damaligen Küstenräume am Ostrand Asiens Dinosaurier verschiedener Körpergrößen beherbergten.

Obwohl der einzelne Knochen keine Benennung einer neuen Art erlaubt, belegt er erstmals ein rund drei Meter großes Individuum aus diesen japanischen Küstenablagerungen und erfasst damit einen bisher kaum sichtbaren Teil der damaligen Dinosaurierfauna.

red,14.09.2026, 16:47