Serbiens Präsident Tadic zurückgetreten

Der serbische Präsident Boris Tadic tritt vorzeitig von seinem Amt zurück, um die Wahl des Staatsoberhauptes gemeinsam mit der des Parlaments am 6. Mai zu ermöglichen, berichtete der Fernsehsender B92 am Dienstagabend in Belgrad.

Der serbische Präsident Boris Tadic tritt vorzeitig von seinem Amt zurück, um die Wahl des Staatsoberhauptes gemeinsam mit der des Parlaments am 6. Mai zu ermöglichen, berichtete der Fernsehsender B92 am Dienstagabend in Belgrad.

Tadic, der auch Vorsitzender der Regierungspartei DS ist, habe seine Parteigremien darüber informiert. Die Meldung wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.

Die Wahl wird laut dem Sender am morgigen Mittwoch von Parlamentspräsidentin Slavica Djukic-Dejanovic ausgeschrieben, die auch vorrübergehend die Funktion von Tadic übernimmt. Die Amtszeit läuft regulär bis Februar 2013, Wahlen hätten bis Jahresende stattfinden müssen.

Taktisches Manöver

Serbiens Präsident dürfte sich durch vorgezogenen Wahlen einen politischen Befreiungsschlag erhoffen. Seiner Demokratischen Partei hatte nach Umfragen eine herbe Niederlage gedroht. Tadic und die DS werden für die wirtschaftliche und soziale Misere im Land verantwortlich gemacht. Klarer Wahlsieger wird nach allen Umfragen die oppositionelle Fortschrittspartei (SNS) des Nationalisten Tomislav Nikolic. Als wichtiges Wahlthema gelten auch die Gespräche mit dem Kosovo, den Serbien als Teil seines Staatsgebietes betrachtet.

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